01.10.2018 | Von MANFRED MÖNCH

Update Sparkassen (September) 2018

Spezialfonds steigen auf über 80 Milliarden Euro.

Ende 2017 weisen laut Bankenstatistik die 390 verbliebenen Sparkassen eine Bilanzsumme von 1,2 Billionen Euro auf. Die Wertpapier-Eigenanlage (vor allem Schuldverschreibungen und Spezialfonds) macht davon mit 270 Milliarden Euro knapp ein Viertel aus. Während Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere seit 2012 um 5 Prozent abgenommen haben, hat sich das Volumen der Spezialfonds um fast 30 Prozent auf über 80 Milliarden Euro ausgeweitet. 76 der nach Bilanzsumme 250 größten Sparkassen haben ein Wertpapiervolumen von mindestens einer Milliarde Euro.

Bei den 60 größten Sparkassen mit einer Bilanzsumme von gesamt über 550 Milliarden Euro reicht der Anteil der Wertpapier-Eigenanlage an der Bilanzsumme je nach Institut von 7 bis fast 40 Prozent. Festverzinsliche Direktanlagen decken 70 Prozent der Eigenanlage ab, wobei die Quote je nach Bank von 25 bis 100 Prozent reicht. 2017 konnten die Institute Zinserträge von gut 700 Millionen Euro erwirtschaften. 2011 waren es noch mehr als zwei Milliarden. Die Verzinsung ist unter 1 Prozent gesunken.

Die nach Bilanzsumme 60 größten Sparkassen haben ein Anlagevolumen in Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren von gut 33 Milliarden Euro. Das Vermögen wird überwiegend in Spezialfonds und häufig unter Einsatz von Masterfonds verwaltet. Bei den Sparkassen zu denen detaillierte Angaben zur Asset Allocation vorliegen, lag in den Spezialfonds die Quote für Renten bei 77 und für Aktien bei 16 Prozent. Da nicht zu allen Kassen detaillierte Daten vorliegen ist das ein beispielhafter Ausschnitt. Immobilien sind in der Eigenanlage der untersuchten Sparkassen weit verbreitet. Es konnte ein Volumen von fast 3 Milliarden Euro identifiziert werden, immerhin 7-8 Prozent des Gesamtvolumens. Der Einsatz von Master-KVG’s nimmt auch hier zu.

Die laufenden Erträge aus Spezialfonds sind bei den 60 größten Sparkassen 2017 auf fast eine Milliarde Euro angestiegen. Daraus ergibt sich eine kapitalgewichtete Verzinsung von rund 3 Prozent (Vorjahr 2,5). Zudem beinhalten die Fonds Ende 2017 Bewertungsreserven von gut 8 Prozent der Buchwerte. Bezieht man die Veränderung der stillen Reserven in die Betrachtung mit ein, lag die Performance kapitalgewichtet bei rund 3,2 Prozent. Der Median betrug knapp 3,3 Prozent

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