09.10.2019 | Von Erika Neufeld

Universal-Investment investiert in China

Die Fondsservice-Plattform erreicht mit dem Erwerb des Yi Fang Towers in Shanghai einen Meilenstein.

Bildquelle: Yi Fang Towers (Photo KepCapital)

Die Investmentgesellschaft Universal-Investment hat eine Beteiligung an den Yi Fang Towern in Shanghai in Zusammenarbeit mit Alpha Investment Partners Shanghai für einen Immobilienfonds der Bayerischen Versorgungskammer erworben. Es ist das erste direkte Investment in China sowie das tausendste Objekt, das in einem Spezialfonds für institutionelle Anleger administriert wird.

Für institutionelle Anleger hat Universal-Investment als Fondsservice-Plattform seit dem Einstieg 45 Spezialfonds aufgelegt und 35 Immobilien-Asset Managern angebunden, die weltweit nach Objekten suchen. Das zeigt sich auch in Zahlen: Im Jahr 2019 sind mehr als ein Drittel aller Zukäufe für Fonds auf der Plattform in Asien getätigt worden. Daher soll in naher Zukunft ein Büro in Asien eröffnet werden, um auch vor Ort Kapazitäten und Expertise aufzubauen.

Niedrigzinsen wirken sich aus

Ein Grund für das starke Wachstum des Immobilienbereichs ist das sich verändernde Investorenverhalten. Durch die anhaltenden Niedrigzinsen legen diese verstärkt Gelder in alternativen Asset-Klassen an, mit denen sich noch auskömmliche Renditen erzielen lassen, darunter Immobilien. So ist seit der Gründung des Produktbereichs 2011 das Bruttofondsvolumen der administrierten Immobilienfonds von anfänglich 1,1 Milliarden Euro auf über 22 Milliarden Euro angewachsen.

Der zweite Katalysator des Wachstums ist die Etablierung der Master-KVG-Idee aus dem Wertpapierbereich im Immobiliensektor. Branchenweit wird bereits jeder vierte Euro, der in Immobilien-Spezialfonds investiert ist, nach dem Prinzip der Master-KVG verwaltet. Tendenz weiter steigend.

Asset-Allokation im Wandel

Bei der Betrachtung der Asset-Allokation sind ebenfalls klare Entwicklungen erkennbar. Die Analyse der auf der Plattform von Universal-Investment angelegten Investorengelder zeigt, dass bisher die Nachfrage nach nordamerikanischen Immobilien seit 2014 kontinuierlich zunahm, Investoren das hohe Preisniveau inzwischen als nicht mehr tragbar ansehen und ihr „Exposure“ zuletzt wieder reduzierten. Stattdessen wurde der asiatische Markt stärker nachgefragt.

Darüber hinaus verändert sich auch die sektorale Allokation. Der Anteil von Handel und Gastronomie sinkt bei den Immobilien-Investments auf der Plattform seit Jahren konstant auf zuletzt 33,1 Prozent. 2016 waren noch 44,2 Prozent in dieser Klasse investiert. Stattdessen wird immer mehr in Büroflächen und Wohnungen investiert, hier insbesondere in Nischensegmente wie Micro-Living oder Studentenwohnheime.

 

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