Investoren setzen stärker auf alternative Anlagemöglichkeiten. Dies zeigt eine Umfrage der Deutsche Asset & Wealth Management.

„Alternative Investitionen etablieren sich. Über 50 Prozent der von uns befragten Kunden wollen ihr Engagement in diese Anlageklassen erhöhen. Die dafür benötigten Mittel werden sehr wahrscheinlich aus liquiden Mitteln und Fixed-Income-Positionen stammen; eine Umverteilung zwischen den verschiedenen Unterklassen im alternativen Anlageuniversum scheint dagegen eher unwahrscheinlich“, sagt Dario Schiraldi, Head of Global Client Group bei Deutsche AWM. Sein Institut hat im Rahmen des aktuellen „Global Survey of Investors in Alternatives“ insgesamt 373 Kunden weltweit befragt, darunter viele institutionelle Investoren mit einem Anlagevolumen von bis zu 20 Milliarden US-Dollar und mehr. 57  Prozent der Befragten stammen aus Europa, gefolgt von der Region Amerika (35 Prozent) und Asien-Pazifik ohne Japan (8 Prozent).

Liquiditätsbedarf wichtiges Kriterium

Gemäss Umfrage schauen Investoren über absolute Renditen hinaus und rechnen mit überdurchschnittlich guter Entwicklung von Anlagen in Private Equity Primaries, Single-Strategy-Hedgefonds, private Infrastruktur und Privatimmobilien. Chancen sehen Anleger aber auch in liquiden alternativen Anlagen, Multi-Strategy-Hedgefonds und Private Equity Secondaries.

Die Deutsche AWM geht davon aus, dass vor allem Investoren mit einem hohen Liquiditätsbedarf sich stärker dem wachsenden Anlageuniversum liquider Alternativen zuwenden. Wer geringen Liquiditätsbedarf habe, werde diese Flexibilität nutzen, um höhere mögliche Renditen und bessere Konditionen zu erzielen. An Bedeutung gewinnen dabei ESG-Anlagen: Etwa die Hälfte der Befragten gewichten Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekte hoch. Vor allem in Europa ist dieser Ansatz wichtig, gefolgt von Nordamerika.

Die meisten Wachstumschancen verspricht die Region Asien-Pazifik. Die Befragten aus dieser Region wollen sich mehrheitlich alternativen Anlageklassen zuwenden, um Korrelationen zu mindern und Diversifizierung zu steigern. Amerikanische und europäische Investoren hingegen nutzen alternative Anlagen aus verschiedensten Gründen – von der Risikosenkung bis zur Renditesteigerung.

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