Institutionelle Investoren in Deutschland und der Schweiz setzen verstärkt alternative Strategien ein, um Risiken zu reduzieren und Volatilität zu bekämpfen.

Neben alternativen Strategien genießt der Aspekt der Regulierung große Aufmerksamkeit. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von Natixis Global Asset Management in Zusammenarbeit mit der US-Beratungsfirma OnResearch hervor, bei der 482 institutionelle Kunden teilnahmen.

Befragt wurden die Investoren unter anderem auch zu ihrer Einschätzung der Auswirkungen der regulatorischen und rechtlichen Änderungen im Rahmen von AIFMD. Dabei erwartet eine Mehrheit (82 Prozent) als Ergebnis der Reformen weniger Transparenz für die Marktteilnehmer. Zudem zeigen sich einige Investoren hinsichtlich ihrer künftigen Anlagepolitik äußerst besorgt. Die Umfrage zeigt auch, dass 17 Prozent der Investoren Veränderungen im regulatorischen Umfeld und in der Steuerpolitik als die zweitgrößte Gefahr für ihre Anlagepolitik gleich hinter der globalen fiskalen Schieflage empfinden.

Unabhängig vom Marktumfeld sieht es die überwiegende Mehrheit der Befragten als schwierig oder sogar als extrem schwierig an, in den kommenden zwölf Monaten positive Erträge zu realisieren. Investment-Grundsätze zu schützen, ohne größere Risiken einzugehen, und gleichzeitig Anlagevermögen zu erhöhen, erscheint 82 Prozent der Investoren als eine große Herausforderung. Eine große Mehrheit der Investoren findet es ebenfalls schwer, in dem derzeitigen Niedrigzinsumfeld eine gute Performance zu erzielen und die Ertragserwartungen zu erfüllen.

Das effektivste Mittel, um Risiken zu meistern, ist nach Angaben von 90 Prozent der Befragten die verstärkte Anwendung liquider, alternativer Investments wie etwa globale Makro- oder Long-Short-Strategien. Hierbei überzeugen alternative Strategien auch bei ihrer langfristigen Ertragsperspektive, rund 58 Prozent der befragten Investoren sind demnach mit der bisherigen Performance alternativer Produkte zufrieden. Dazu passt, dass eine Mehrheit (78 Prozent) glaubt, dass das Erreichen von Investment-Zielen wichtiger ist als die Orientierung an einer Benchmark.

Die meisten professionellen Anleger (78 Prozent) sind der Ansicht, dass eine höhere Marktvolatilität kein Ausnahmefall, sondern inzwischen Normalität geworden ist. Allerdings sind 87 Prozent der Befragten der Meinung, dass eine hohe Volatilität, wie in der derzeitigen Krise, nicht nur eine Bedrohung ist, sondern durchaus Chancen bietet.

70 Prozent der Befragten haben deswegen ihr Risikomanagement im Vergleich zur Zeit vor dem Ausbruch der Krise vor fünf Jahren deutlich ausgebaut. Die Profis sind zuversichtlich, mit diesen neuen Strategien gut für die stark schwankenden Märkte der Zukunft gerüstet zu sein.

Aktuelle Beiträge

Alles Wichtige für institutionelle Investoren - Kompetent und unabhängig - Jede Woche neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN »
Alles Wichtige für institutionelle Investoren - Kompetent und unabhängig - Jede Woche neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN »