Das Alterskapital der betrieblichen Pensionskassen ist in der Schweiz höher als die Reserven der bestens dotierten Nationalbank.

Die Bedeutung der sogenannten „Zweiten Säule“ für die Renten der Eidgenossen wächst ständig. Ende 2016 überschritten die Vermögen der beruflichen Vorsorge in den Pensionskassen und Vorsorgeeinrichtungen der Versicherungen mit 1029 Milliarden Franken erstmals die Billionengrenze. Etwa 80 Prozent des Sparkapitals wird von Pensionskassen verwaltet, der Rest von der Assekuranz.

Im Vergleich dazu wirkt das Kapital der staatlichen „Ersten Säule“, der AHV, mit knapp 44 Milliarden Franken eher bescheiden. Dabei deckt die AHV aktuell noch rund 40 Prozent des mittleren Einkommens der 1,1 Millionen Pensionierten ab. Der Vergleich hinkt allerdings, denn die AHV funktioniert im System der direkten Umverteilung von den Aktiven zu den Rentnern, während die berufliche Vorsorge auf dem Kapitaldeckungsverfahren basiert. Im Schnitt spart dort jeder Schweizer 300‘000 Franken für seine späteren Rentenzahlungen an.

Wie hoch der Kapitalstock der Zweiten Säule ist, zeigen Vergleiche. So betragen die wegen des hohen Frankenkurses massiv aufgeblähten Reserven der Schweizerischen Nationalbank per Ende 2016 „nur“ knapp 690 Milliarden Franken. Auch das Bruttoinlandprodukt der Schweiz (BIP) lag im letzten Jahr mit 658 Milliarden Franken tiefer.

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