17.01.2019 | Von BERNHARD RAOS

Trübere Aussichten

Gut 40 Prozent der europäischen Investoren erwarten ein schwieriges Jahr für Immobilien. Deutschland bleibt erste Wahl.

Unter den Immobilieninvestoren werden die Optimisten weniger – nur noch 22 Prozent gehen für 2019 von einer Verbesserung des Investitionsklimas aus. Fast doppelt so viele (41 Prozent) erwarten eine Verschlechterung. Dies ist das Resultat einer aktuellen Studie von Union Investment. Befragt wurden 150 Immobilieninvestoren in Deutschland, Grossbritannien und Frankreich.

In allen drei Staaten sank der „Investitionsklima-Index“ im Vergleich zum Vorjahr: In Deutschland um 4,1 Prozentpunkte auf 63,2, in Grossbritannien um 3,5 auf 60,1 Indexpunkte und in Frankreich um 2,3 auf 66,8. Laut Union Investment gilt in dieser spätzyklischen Marktphase das Prinzip „keine Risiken eingehen und eine geringere Rendite in Kauf nehmen.“

Wo sehen die Investoren über alle Nutzungsarten hinweg die besten Gesamtbedingungen? Einmal mehr schwingt der deutsche Markt obenaus. Hier liegt der Zuspruch mit 31 Prozent am höchsten; Grossbritannien und Frankreich folgen in dieser Wertung mit jeweils 13 Prozent weit abgeschlagen. Vergleichsweise gute Bedingungen für Immobilieninvestments werden Spanien, Schweden, Österreich und den Niederlanden zugebilligt.

Ausserhalb Europas gelten die USA bei 53 Prozent der Befragten als Favorit für Investitionen. Australien (13 Prozent) und Japan (10 Prozent) liegen da klar zurück. Ein Grund für das nachlassende Interesse an Auslandinvestments sind die gestiegenen Hedgingkosten.

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