Keine Neuanlagen in Euro-Staatsanleihen – diese Devise hat Allianz-Chef Michael Diekmann kürzlich für sein Haus ausgegeben. Zu den Alternativen zählen aus seiner Sicht Schwellenländer-Bonds.

Allianz Global Investors (AGI) trommelt für die Anlageklasse Emerging Markedt Debt. Beispielsweise David Tan, Chief Investment Officer (CIO), für regionale asiatische Bond-Mandate. Er nennt zahlreiche Vorteile dieses Erdteils – „sehr attraktive Wachstumsaussichten“, verbunden mit finanzieller Stabilität in Form von 60 Prozent der weltweiten Währungsreserven. Dazu viele positive Veränderungen von Länder-Ratings und ein starkes Aufwertungspotenzial der Währungen. All dies resultiere schon jetzt in „attraktiven Renditen“. So habe im Mai die Durchschnittsrendite in Asien bei 4,2 Prozent pro Jahr gelegen, während sie bei den G7-Ländern lediglich 2,5 Prozent betrug.

Nach Tans Angaben verwaltet AGI derzeit in regionalen asiatischen Bond-Mandaten rund 350 Millionen Euro. „Davon halten institutionelle Investoren 80 Prozent.“ Der CIO verweist auf eine durchschnittliche Investment-Erfahrung von 17 Jahren im Team. „Wir können maßgeschneiderte Lösungen für Kunden bieten – beispielsweise in Form von Investment-Grade-Anleihen, hochverzinslichen Bonds, lokalen Währungen oder Benchmark-getrieben.“

Im Mai neu aufgelegt wurde der Allianz Flexi Asia Bond, der für Private und Institutionelle offen ist. Von den aktuell 50 Millionen Euro entfallen aktuell rund 20 Millionen auf die beiden institutionellen Share-Klassen. Der Fonds fährt einen Total-Return-Ansatz. Tan: „Das bedeutet, dass wir bei extremen Marktturbulenzen die Cash-Quote auf 50 Prozent und mehr erhöhen können. Oder wir können komplett auf Investments in einem Land verzichten, das wir aus Makro-Sicht nicht mögen.“

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