Generali PK wandelt wie neue Leben PK im Vorjahr stille Reserven bei Bonds in Zinszusatzreserve um. Beide Pensionskassen behalten Asset Allocation aber weitestgehend bei.

Während die Generali Deutschland Pensionskasse bereits seit 2010 kein Wachstum mehr vermelden kann, nahm in 2014 erstmals auch bei der neue leben Pensionskasse die Anwärterzahl leicht ab. Das Beitragsvolumen sank bei den beiden Wettbewerbs-Pensionskassen um 4 Prozent beziehungsweise 2 Prozent.

Die erzielten Kapitalerträge und der deutliche Überschuss der Beiträge über die Leistungen der jungen Mitgliederbestände führten zu einem Anstieg des Anlagevolumens um jeweils über 12 Prozent. Beide Kassen verwalten ein Vermögen von über 1,7 Milliarden Euro.

Nachdem bereits die größte Pensionskasse BVV für 2014 eine Nettoverzinsung von 3,8 Prozent gemeldet hat, erzielte auch die neue leben PK mit 3,62 eine Nettorendite deutlich unterhalb der 4 Prozent-Marke. Der ausgewiesene Wert der Generali PK von über 10 Prozent beruht größtenteils auf der Aufdeckung stiller Reserven, die zur Finanzierung der Zinszusatzreserve verwendet wurde. Ein Schritt den die neue leben PK bereits in 2013 vollzogen hat.

Die laufende Verzinsung (ordentliche Kapitalerträge bezogen auf den durchschnittlichen Kapitalbestand) sank gegenüber dem Vorjahr weiter von 3,9 Prozent auf 3,5 Prozent (neue leben PK) bzw. von 3,3 Prozent auf 3,1 Prozent (Generali PK). In 2011 waren es noch jeweils 4,3 Prozent. Die Entwicklung an den Bondmärkten führte 2014 aber zu einem deutlichen Anstieg der stillen Reserven.

Der Verwaltungskostensatz liegt bei der Generali PK mit 3,5 Prozent der Beiträge deutlich über dem Durchschnitt, bei der neue leben PK mit 0,9 Prozent darunter. Der Abschlusskostensatz beträgt jeweils circa 5 Prozent.

Die Asset Allocation ist bei beiden Pensionskassen gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert: Die Mittel sind fast komplett in festverzinslichen Anlagen investiert. Die neue leben PK bewerkstelligt dies ausschließlich über die Direktanlage, Generali stellt knapp ein Drittel der Bondanlagen über Fonds dar. Aktieninvestments, Immobilien oder Alternatives spielen bei beiden Kassen keine Rolle.

Für deregulierte Pensionskassen gilt seit 1.1.2015 der Höchstrechnungszins von 1,25 Prozent. Der Mischzins auf den Gesamtbestand liegt jedoch weiter über 3 Prozent. Beide Kassen haben jedoch eine Zinszusatzreserve mit einem unterstellten Rechnungszins von 2,73 Prozent bzw. 2,80 Prozent gebildet.

Im Februar 2015 hat die neue leben PK eine Stärkung der Eigenkapitalbasis um 20 Millionen auf über 2 Prozent der Deckungsrückstellung durch Einfordern ausstehender Einlagen und Aufnahme eines nachrangigen Darlehens beschlossen.

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