21.01.2019 | Von BERNHARD RAOS

Scope will in die erste Liga

Grosse institutionelle Investoren beteiligen sich an der Ratingagentur Scope. Eine europäische Antwort auf Moody’s &Co.

Die in Berlin ansässige Ratingagentur Scope meldet den Einstieg von sieben institutionellen Investoren aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Luxemburg. Aus Deutschland sind es drei Versicherer HDI, Signal Iduna und die SV Sparkassen-Versicherung. Insgesamt 35 Millionen frisches Kapital werden eingebracht.

Weshalb diese Kapitalspritze? Neben der Weiterentwicklung von Scope gehe es den neuen Anteilseignern vor allem auch um ein europäisches Gegengewicht zu den grossen US-Agenturen Moody’s, Standard& Poor’s und Fitch, sagte Scope-Gründer und Vorstandsvorsitzender Florian Schoeller gegenüber der „Welt am Sonntag“.

International ist der Rating-Kuchen nämlich sehr ungleich verteilt. Die drei amerikanischen Platzhirsche verfügen über einen Marktanteil von über 90 Prozent. Scope konnte zwar seinen Umsatz nach eigenen Angaben im letzten Jahr verdoppeln; gegenüber der US-Konkurrenz ist man aber immer noch ein Winzling.

Scope verfügt über Standorte in Berlin, Frankfurt, London, Paris, Mailand, Madrid und Oslo. Die Ratingagentur will das Geld der neuen Investoren vor allem in die weitere Expansion in Europa investieren. Scope sieht sich als börsenreif, hat sich aber noch nicht auf einen IPO festgelegt.

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