Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten haben Schweizer Pensionskassen im Juli einen Gewinn auf ihren Anlagen erzielt. Das geht aus der monatlichen Auswertung der UBS hervor.

Ängste vor steigenden Corona-Fallzahlen sowie vor neuen Virusvarianten lösten im Juli an den Finanzmärkten Unruhe aus. Auch liessen höhere Inflationszahlen in den USA Anleger vermuten, dass die US-Zentralbank die Zinsen schneller als bislang angekündigt anheben und damit auch das Wirtschaftswachstum drosseln könnte. Positiv wirkten sich dagegen die relativ starken Unternehmensergebnisse aus, welche die Erwartungen übertrafen. Die US-Zentralbank beteuerte zudem, die lockere Geldpolitik nicht zu rasch zu verkürzen.

Insgesamt kamen die von der UBS analysierten, 70 Vorsorgeeinrichtungen im Juli auf eine durchschnittliche Rendite von 0,25 Prozent nach Gebühren. Seit Jahresbeginn erwirtschafteten die Pensionskassen eine Rendite von 6,23 Prozent, und seit Messbeginn 2006 von 74,61 Prozent.

Grosse Pensionskassen haben besser performt

Die Bandbreite der Performance aller Pensionskassen war mit 2,35 Prozent hoch. Nach drei Monaten mit ausschliesslich positiven Resultaten sorgte der Juli wieder für negative Ergebnisse. Das beste Ergebnis mit 1,47 Prozent lieferte eine grosse Pensionskasse mit mehr als einer Milliarde Franken verwalteten Vermögen, das schlechteste mit -0,88 Prozent eine kleine Pensionskasse mit weniger als 300 Millionen Franken Vermögen.

Schweizer Aktien rentierten am besten

Bei den Anlageklassen zeigten Schweizer Aktien mit 1,74 Prozent die beste Performance, gefolgt von Schweizerfranken-Anleihen mit 1,01 Prozent. Auch Immobilien, die sich mehrheitlich in der Schweiz befinden dürften, lagen mit 0,25 Prozent knapp im Plus. Anlagen im Ausland und in Fremdwährungen hingegen notierten im Juli negativ, was teilweise mit dem erstarkenden Schweizer Franken zu tun haben dürfte. Globale Aktien zogen die Performance mit -1,68 Prozent am stärksten nach unten, dicht gefolgt von den Hedge Funds mit -1,50 Prozent und Private Equity und Infrastructure mit -1,14 Prozent. Fremdwährungsanleihen schlossen mit -0,44 Prozent leicht negativ.

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