Nur zehn der größten 100 an der Stockholmer Börse gelisteten Unternehmen pflegen einen umfassenden, strukturierten Umgang mit nachhaltigen Kriterien, weitere 40 arbeiten daran, haben aber noch Nachholbedarf, und ein Drittel macht keine Fortschritte in dieser Hinsicht.

Das sind die Ergebnisse der jüngsten Untersuchung der Initiative „Sustainable Value Creation“ (SVC, Hållbart Värdeskapande), einer Gruppe der 14 größten schwedischen institutionellen Investoren, die zusammen umgerechnet etwa 568 Milliarden Euro verwalten; die Initiative weist explizit darauf hin, dass davon 74 Milliarden Euro in diese Unternehmen an der Nasdaq OMX Stockholm Exchange investiert sind, was 16 Prozent der dortigen Marktkapitalisierung entspreche. Ziel der Initiative ist es laut SVC-Sprecherin Nadine Viel Lamare, einer ESG-Analystin vom ersten schwedischen Staatsfonds Första AP-fonden (AP1), die Unternehmen zum strukturierten Umgang mit den sogenannten ESG-Kriterien zu bewegen (Environment, Social & Governance), und eben nicht, Vorgaben für derartige Kriterien zu machen: „Es gibt keine Standardlösungen für die Unternehmen, aber sie müssen belegen können, dass und wie sie permanent nichtfinanzielle Kriterien überprüfen und daraus Geschäftsrisiken und -chancen identifizieren, um nachhaltige Werte schaffen zu können.“ Ein positives Fazit der Untersuchung: Die ESG-Transparenz hat sich insgesamt deutlich verbessert, auch wenn die Kluft zwischen den besten zehn und dem letzten Drittel weiter auseinanderklafft als bei der ersten Untersuchung im Jahr 2009.

Der auch aus deutscher Sicht vorbildlichen „Sustainable Value Creation Initiative“ gehören an: Andra AP-fonden (AP2), Church of Sweden, DNB, Fjärde AP-fonden (AP4), Folksam, Första AP-fonden (AP1), Handelsbanken Asset Management, meta asset management, Nordea, SEB, Skandia Liv, SPP, Swedbank Robur und Tredje AP-fonden (AP3). Die Executive Summary des jüngsten Berichts der Initiative ist auf Englisch erhältlich unter http://newsroom.nordea.com/en/files/2012/01/Sustainable-Value-Creation-report-2012.pdf

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