16.03.2017 | Von BERNHARD RAOS

Raus aus Renten, rein in Aktien

Bei Spezialfondsmandaten gibt es seit Jahren einen klaren Trend zu mehr Aktien.

Der Aktienanteil im Durchschnitt aller Spezialfonds ist bis Ende 2016 auf über 32 Prozent gestiegen, bei Pensionskassen sogar auf 33,9 Prozent. Bei Anleihen ist die Entwicklung gegenläufig; ihr Anteil ist in institutionellen Portfolios um drei Prozent auf noch 45 Prozent zurückgegangen. Bei Pensionskassen sind es 32,9 Prozent gegenüber 36,5 Prozent zu Jahresbeginn.

Diese Veränderungen erfasst Universal-Investment seit anfangs 2012 für alle von ihr verwalteten Spezialfondsmandate. Die aktuelle Auswertung berücksichtigt Daten bis Ende Dezember 2016 und Assets im Gesamtvolumen von rund 216 Mrd. Euro. Dies entspricht rund 15 Prozent des gesamten vom BVI erfassten Spezialfondsvermögens.

Besonders auffällig: Staatsanleihen spielen als „sicherer Hafen“ eine immer geringere Rolle. Ihr Anteil an den Renteninvestments hat sich innert der letzten fünf Jahre fast halbiert und macht bei Pensionskassen nur noch 8,4 Prozent aus. Im Gesamtdurchschnitt sind es 14,4 Prozent. Deutlich zugenommen hat dagegen der Anteil von Loans und Schuldverschreibungen als Alternative zu herkömmlichen Anleihen – und mit höheren Renditechancen. Sie machen inzwischen fast 13 Prozent der Renteninvestments von Pensionskassen aus, im Vergleich zu praktisch null Prozent anfangs 2012.

Institutionelle Anleger diversifizieren stärker. So haben „Real Assets“, wie Immobilien, Infrastruktur- oder Private Equity-Investitionen  an Bedeutung gewonnen. Über 10 Prozent der Spezialfondsanlagen sind hier investiert; anfangs 2012 waren es weniger als 1 Prozent.

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