Die Europäische Aufsichtsbehörde Eiopa wird laut Bafin noch in der ersten Jahreshälfte 2012 eine Quantitative Auswirkungsstudie (Quantitative Impact Study, QIS) für die betriebliche Altersversorgung durchführen.

Damit sollen die Folgen eines risikobasierten Eigenkapitalregimes für bAV-Einrichtungen simuliert werden, unter anderem im Sinne der Holistic Balance-Sheet. Darunter verstehen die europäischen Aufseher eine „ganzheitliche Bilanz“, in der Verpflichtungen (Rückstellungen und Solvenzkapital) einer Aktivseite gegenübergestellt werden, die als Assets neben dem Vermögen der EbAV auch die Subsidiärhaftung des Arbeitgebers, Insolvenzeinrichtungen und die Möglichkeit zu Leistungskürzungen umfasst. Eben diesen Ansatz einer Holistic Balance-Sheet lehnen Verbände wie die BDA ab (siehe Meldung oben). Angesichts der Komplexität, mit der sich die Versicherer in ihren bis dato fünf Studien zu Solvency II konfrontiert sahen, sollte sich die Vorfreude in der deutschen Industrie auf die QIS bAV in Grenzen halten. Die Verlautbarungen der Bafin lassen jedenfalls gewisse Analogien zur Versicherungswirtschaft zu: „Die QIS-Unterlagen werden voraussichtlich überwiegend in englischer Sprache zur Verfügung gestellt. Die Bafin weist zudem darauf hin, dass die Studie in einem sehr kurzen Zeitraum erfolgen wird. Die Unternehmen sollten sich zudem darüber im Klaren sein, dass sie für die Berechnungen finanzielle und personelle Ressourcen vorhalten müssen.“

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