31.01.2019 | Von Bernhard Raos

Der ETF-Boom hält an

Trotz kriselnder Aktienmärkte sind den ETF-Vehikeln im letzten Jahr netto über 500 Milliarden Dollar zugeflossen.

Das Rekordjahr 2017 war für die ETF-Branche im letzten Jahr nicht zu toppen. Mit Nettozuflüssen von 514,8 Milliarden verzeichneten Exchange Traded Products (ETP) dennoch ihr zweitbestes Resultat – nach 659,3 Milliarden Dollar im Jahr zuvor. Dies geht aus den jüngsten ETP Landscape von Blackrock hervor. Zu den ETPs zählen börsengehandelte Exchange Traded Funds (ETFs), Exchange Traded Commodities (ETCs), Exchange Traded Notes (ETNs) und Exchange Traded Instruments (ETIs).

Trotz des schwierigen Marktumfelds verbuchten einzelne Asset-Klassen im letzten Jahr Rekordzuflüsse. So ETPs auf US-Staatsanleihen und anderen Ländern mit 64,2 Milliarden Dollar. Laut Blackrock ist dies den strafferen Finanzierungsbedingungen, höheren Zinsen, dem stärkeren Dollar und volatileren Aktienmärkten im letzten Jahr geschuldet.

Im Bond-Segment trieben steigende Zinsen auch die Kurzläufer ETPs, die Zuflüsse von 70 Milliarden Dollar verzeichneten. Rekordzuflüsse gab es bei Schwellenländeraktien mit 66,4 Milliarden Dollar, bei ETPs auf japanische Aktien (67,1 Milliarden Dollar) und Multi-Faktor-Aktienprodukten aus dem Smart Beta-Segment (14 Milliarden Dollar).

Artikel teilen