Am 11. März 2014 hat das Europäische Parlament die Omnibus-II-Richtlinie verabschiedet. Die Direktive passt die Solvency-II-Richtlinie an die neue EU-Aufsichtsstruktur an und enthält darüber hinaus Übergangsvorschriften. Damit ist wohl der letzte wichtige europäische Schritt auf dem Weg zu Solvency II getan.

Nach der noch für März erwarteten Zustimmung des Europäischen Rats – die Trilogparteien aus Europäischer Kommission, Parlament und Rat hatten sich im November 2013 auf den Entwurf geeinigt – kann nun die Umsetzung in nationales Recht abgeschlossen werden, um laut aktuellem Fahrplan Solvency II zum 1. Januar 2016 scharf zu schalten.

Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) e.V. zeigt sich zufrieden – mit Einschränkung: Die Mathematiker begrüßen die Verabschiedung von Omnibus-II, „auch wenn Solvency II insbesondere im Hinblick auf die für den deutschen Versicherungsmarkt typischen Verträge mit lang laufenden Garantien noch keine Ideallösung darstellt.“ Dennoch gebe es jetzt die erforderliche Voraussetzung, auf deren Basis die ausstehenden Verordnungen und technischen Standards zur praktischen Umsetzung von Solvency II erstellt werden können. „Die DAV wird daher gemeinsam mit den europäischen Aktuarvereinigungen weiterhin auf sachgerechte Lösungen hinarbeiten.“

Die Umsetzung von Solvency II in nationales Recht muss bis zum 31. März 2015 erfolgt sein. Bei der Umsetzung in Deutschland wird der hiesige Rechts- und Aufsichtsrahmen grundlegend verändert. „Die DAV wird die Meinungsbildung aktiv begleiten und durch eigene Analysen unterstützen“, kündigen die Versicherungsmathematiker ihren Einsatz an.

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