Der weltweit grösste Staatsfonds sieht wenig Chancen bei Infrastruktur und Private Equity.

Gegenüber der Finanzplattform Bloomberg wird Yngve Slyngstad, CEO des norwegischen Staatsfonds, deutlich: „Ob wir in Infrastruktur, Private Equity oder dergleichen investieren, das ist für unseren Fonds keine sehr wichtige Frage.“ Und begründet auch warum: Es wäre ein sehr kleiner Anteil am Portfolio und die Umsetzung langwierig. Nur wenn die Grösse des Fonds abnehmen würde, wäre eine solche Diversifikation von Relevanz.

Laut Slyngstad habe die schiere Grösse des fast 1.000 Milliarden schweren Staatsfonds die Logik dieses Ansatzes untergraben. Nachdem der Fonds vor sieben Jahren beschloss, seine Immobilienquote auf 5 Prozent zu erhöhen, hatte er mit der Zielerreichung zu kämpfen – obwohl zusätzliche Mitarbeiter eingestellt wurden. Es dauert Jahre, um einen bedeutenden Anteil an der Asset-Klasse Immobilien sinnvoll aufzubauen. Bei Infrastruktur und Private Equity wäre dies ähnlich, erklärt der Fonds-Chef.

Trotzdem: Es gibt politischen Druck auf die norwegische Regierung, den Staatsfonds für Investments in Infrastruktur und insbesondere in erneuerbare Energien zu öffnen. Gefordert wird eine Quote von fünf Prozent. Bisher zeigte die Regierung dafür kein Gehör und Slyngstad bremst schon mal die Erwartungen: Diese Anlageklasse werde keine grossen Auswirkungen auf die Erträge haben. Vor allem auch, seit dem Fonds erlaubt wurde, seine Aktienbestände um 10 Prozent auf total 70 Prozent zu erhöhen.

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