Bei einer aktuellen Umfrage von Mercer kommt raus, dass 65 Prozent der befragten Nonprofit-Organisationen die stärkere Diversifikation ihrer Portfolios planen.

Aus der globalen Nonprofit Investment Survey von Mercer Global Investments Europe geht hervor, dass Nonprofit-Investoren in Private Markets die größten Chancen für höhere Renditen in den kommenden Jahren sehen. Zusätzlich ergab die Studie, dass die Diversifizierung der Portfolios in alternativen Anlageklassen mit Herausforderungen verbunden ist, darunter eine höhere Komplexität, höhere Gebühren und mehr Ressourcen, die für eine effektive Auswahl von Investmentmanagern erforderlich sind.

133 Non-Profit-Anleger in 20 Ländern wurden befragt zu den Bereichen : Markttrends und Vermögensallokation, Investitionen in alternative Anlageklassen, Nachhaltigkeit und ESG sowie Geschäftsstrategie und ausgelagertes Anlagemanagement. Der Großteil von 79 Prozent der Organisationen sei zwar mit der Entwicklung ihrer Portfolios in den letzten drei und fünf Jahren zufrieden, die Mehrzeit befürchtet aber dennoch dass die Anlagerenditen in den nächsten drei Jahren niedrig sein werden. 39 Prozent der Befragten sind unsicher, ob ihre Portfolios für einen extremen Abschwung gerüstet sind. Zeitlich wurde die Studie vor Q2 2022 durchgeführt.

Chance in Diversifizierung

65 Prozent der gemeinnützigen Organisationen sind der Ansicht, dass ihre größte Chance in der Diversifizierung ihrer Anlageklassen liegt, da sie für die Zukunft geringere Erträge erwarten.

Um ihre Portfolios zu diversifizieren, ist die Aufstockung der Investitionen in Privatmarktanlagen eine Möglichkeit. 63 Prozent der Befragten gaben an, dass sie entweder in Private Markets investieren oder dies in den nächsten 12 Monaten planen, 75 Prozent der Befragten gaben an, dass sie wegen besseren Renditen und höheren Anlageerträgen auf Private Markets setzen.

Unternehmen mit einem Budget von über 1 Milliarde US-Dollar investieren eher in Private Markets als Unternehmen (86 Prozent) , im Bereich um 250 Millionen US-Dollar (40 Prozent). Von denjenigen, die nicht in private Märkte investieren, geben 55 Prozent an, dass ihnen die Ressourcen zur Bewertung von Anlagemöglichkeiten fehlen, 46 Prozent sagen, dass die Anlagevehikel und -instrumente zu komplex sind. 43 Prozent geben an, dass die Gebühren zu hoch sind, während 41 Prozent angeben, dass der Prozess der Managerauswahl zu komplex sei.

Externe Dienstleister können helfen

“Stiftungen mussten sich seit der globalen Finanzkrise mit einer enormen Zunahme der Komplexität auseinandersetzen. Während sie traditionell in Aktien und Staatsanleihen der Industrieländer investierten, haben sie in den letzten Jahren ihr Spektrum auf Vermögenswerte wie Hochzinsanleihen, sowie Aktien und Anleihen aus Schwellenländern ausgeweitet, um ausreichende Erträge für ihren Stiftungszweck zu generieren. Mit der Stiftungsreform rücken nun auch Private Markets stärker in den Investmentfokus. Erfreulicherweise zeigt sich aus der Umfrage, dass die meisten gemeinnützigen Organisationen die Barrieren in Bezug auf Zugang und Ressourcen überwinden, indem sie die Hilfe externer Dienstleister in Anspruch nehmen“, erklärt Caterina Ket, Direktorin Institutionelle Kunden, Investment Solutions bei Mercer Global Investments Europe. „Die Umfrage ergab zudem, dass 55 Prozent der Organisationen ausgelagerte Chief Investment Officers (OCIO) einsetzen, um die Komplexität der privaten Märkte zu bewältigen.“

ESG-Aspekte werden von vielen der Teilnehmer bereits berücksichtigt, wenn auch noch Aufklärungsarbeit nötig zu sein scheint: 72 Prozent der Befragten geben an, dass sie beabsichtigen, ihr Engagement in ESG-bezogene Investitionen in den nächsten zwei Jahren zu erhöhen. 39 Prozent glauben, dass sie dabei möglicherweise Kompromisse eingehen müssten, und von dieser Gruppe glauben 57 Prozent, dass dies Kompromisse bei den absoluten Renditen bedeutet.

Bei der Auswahl eines Drittanbieters oder OCIO ist für 61 Prozent der Befragten eine starke Erfolgsbilanz von Bedeutung. 45 Prozent finden den Zugang zu hochqualifizierten Managern wichtig und 39 Prozent nennen einen gut definierten Anlageprozess und Wettbewerbsvorteile.

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