MEAG, Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) und Primevest Capital Partners (Primevest CP) schließen sich zum Joint Venture Open German Fiber zum Ausbau von FTTH (Fiber-to-the-Home) in Deutschland zusammen

40 Prozent des neu geschaffenen Joint Ventures werden jeweils MEAG und ÄVWL halten, während Primevest CP einen Anteil von 20 Prozent hält. MEAG investiert im Auftrag der Munich Re Gruppe sowie MEAG European Infrastructure One, MEAGs Infrastrukturfonds für institutionelle Anleger.

Open German Fiber wird als Wholesale Unternehmen tätig sein und gemeinsam mit Anbietern von Telekommunikationsdienstleistungen (ISPs) in unterversorgten Gebieten in ganz Deutschland lokale Glasfasernetze ausbauen. Primevest CP übernimmt die Rolle als Asset Manager und stellt sicher, dass die Infrastruktur den höchsten Industriestandards entspricht.

Es wurden bereits Gebiete ausgewählt, in denen mindestens 150.000 Haushalte Zugang zum Glasfasernetz erhalten sollen. Die Gebiete liegen in Hessen und Nordrhein-Westfalen, in denen die Internetbetreiber novanetz und YplaY für die Vermarktung des Glasfasernetzes an die Kunden zuständig sein werden. In diesen Regionen werden die Bauarbeiten noch dieses Jahr beginnen.

Stabile digitale Infrastruktur hat eine große Wichtigkeit

Primevest CP ist in diesen Regionen bereits aktiv und arbeitet über Investitionen in seinen ersten Primevest Communication Infrastructure Fund (PCIF) mit denselben Internetdienstanbietern bereits zusammen. Primevest CP wird in Kürze seinen zweiten Infrastrukturfonds PCIF II auflegen und hat bereits mit dem Fund Raising begonnen. Voraussichtlich wird sich auch PCIF II an dem Konsortium beteiligen.

Markus Altenhoff, Geschäftsführer Kapitalanlage der ÄVWL: „Letztlich hat auch die Covid-19-Pandemie mit ihren weitreichenden Maßnahmen zur Kontaktvermeidung gezeigt, wie wichtig eine stabile digitale Infrastruktur ist. Sie ist die Grundvoraussetzung für Home-Office, Home-Schooling und ähnliche Aktivitäten. ÄVWL freut sich, mit dieser Investition zum flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland beizutragen. Gleichzeitig stellt diese Investition in ein zukunftsorientiertes und systemrelevantes Geschäftsmodell eine Erweiterung des ÄVWL-Infrastrukturportfolios mit stabilen Zahlungsströmen und attraktivem Risiko-Rendite-Profil dar.“

Die Transaktion muss noch von den zuständigen Kartellbehörden genehmigt werden und wird voraussichtlich noch im Jahr 2022 abgeschlossen sein.

 

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