Was erwartet ein Institutioneller von seiner Depotbank? Die Antworten, die Karsten Ehlen, Senior Investment Manager von Zurich Deutschland, auf der Tagung Custody & Depotbank Ende März in Wiesbaden gab, waren zunächst nicht überraschend.

Finanzstärke, Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells sowie ein starkes Commitment zum Custodian-Geschäft. Wichtig außerdem eine reibungslose Zusammenarbeit mit der KAG, hoher Automatisierungsgrad, viele eigene Lagerstellen sowie ein nachvollziehbarer Prozess bei der Auswahl des Unterverwahrers.

Doch gerade in puncto Transparenz sieht Ehlen Nachholbedarf, speziell in der Frage der Unter- und Zentralverwahrung. Beispiel Euroclear in Brüssel: Einerseits belege hier die fast schon genossenschaftliche Eigentümerstruktur das Commitment. Andererseits lägen in dem Fall – nicht zuletzt wegen fehlender Börsennotierung – nach seinem Geschmack zu große Informationslücken vor. Details beispielsweise zu Zentralverwahrern zu recherchieren, sei schwierig, so Ehlen, und er macht keinen Hehl daraus, dass er es als Bringschuld der Custodians ansieht, den Investor ausreichend und vor allen Dingen lückenlos über Struktur und Monitoring der Unterverwahrung zu informieren: „Wir versuchen, Risiken zu identifizieren, doch bei Fragen der Unterverwahrung wissen wir noch zu wenig. Viele Investoren sind sich der Risiken und Haftungsfragen bei einer Unterverwahrung nicht bewusst. Hier sind also die Custodians gefragt, und sie sollten uns Investoren Einblick verschaffen.

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