Bis 2020 sollen eine Billion Dollar ethisch investiert sein. Fragt sich, was das bringt.

Bei Impact-Investing geht es primär nicht um Anlagerendite, sondern um möglichst positive soziale, ökologische und ethische Ergebnisse. Noch handelt es sich bezüglich Anteil und Verfügbarkeit um ein Nischensegment: Das Research der Grossbank J.P.Morgan schätzt, dass Impact-Investing-Strategien bis 2020 ein Volumen von einer Billion Dollar erreichen. Heute verwalten die Vermögensverwalter weltweit rund 80 Billionen Dollar.

Die Internetplattform finews.ch hat sich grundsätzlich mit Impact-Investing befasst und stellt die Gretchenfrage: Nimmt ein Unternehmen echten und messbaren Einfluss, oder behauptet dies nur um Kapital anzuziehen? Während es relativ einfach sei, finanzielle Renditen zu messen, sei die wissenschaftliche Quantifizierung positiver ökologischer und gesellschaftlicher Auswirkungen ungleich schwieriger. Doch für die Legitimation von Impact-Investing ist das entscheidend.

Ein hilfreiches Konzept für die Impact-Strategie sind die von den Vereinten Nationen formulierten Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Developement Goals GDS). Dabei handelt es sich um 17 Grundprinzipien, mit denen Problemen wie dem Klimawandel, wirtschaftlicher Ungleichheit und nicht nachhaltigen Produktions- und Konsummustern zu begegnen ist.

Die UN hat dazu einem umfangeichen Katalog von 232 Indikatoren erstellt, womit sowohl die Fortschritte bezüglich der Ziele gemessen als auch die Unternehmen beurteilt werden können. Doch das Messen ist das eine, die Transparenz das andere. Impact-Investing wird nur dann glaubwürdig, wenn die Unternehmen detailliert über ihre Aktivitäten berichten und nachprüfbare Referenzen liefern.

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