29.11.2019 | Von Antje Schiffler

Immobilienklima in Deutschland trübt sich weiter ein

Im November ist das von der Deutsche Hypo erhobene Immobilienklima den zweiten Monat in Folge zurückgegangen.

Bildquelle: Yok46233042/iStock/GettyImagesPlus

Nach den  Hochs im August und September 2019 trübte sich das Immobilienklima in Deutschland im Oktober und November  ein. Der Wert von 113,6 ist der niedrigste Stand seit Herbst 2012 dar.  Allerdings fällt der Rückgang im November mit 1,5 Prozent gegenüber Oktober  moderater aus als in der vorigen Befragung.

Getrieben wird der Rückgang im Immobilienmarkt vor allem durch das gesunkene Investmentklima. Ein Wert von 114,4 Punkten entspricht einem Rückgang um 2,2 Prozent gegenüber dem Oktober. Mit 0,7 Prozent auf nun 112,9 Punkte fällt der Rückgang des Ertragsklimas im November deutlich geringer aus.

Büroklima bricht ein

Für die einzelnen Assetklassen zeigt sich im November ein sehr heterogenes Stimmungsbild. Großer Gewinner ist das Handelklima, dass sich weiterhin äußerst volatil zeigt. War im Vormonat noch ein Rückgang um 15,5 Prozent zu verzeichnen, legt es im November wieder um 9,5 Prozent gegenüber dem Oktober zu und weist einen Wert von 68,1 Punkten auf.

Zweiter großer Gewinner ist das Wohnklima. 137,2 Punkte bedeuten nicht nur einen Zuwachs um 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, sondern auch den Spitzenplatz unter allen Assetklassen. Mitverantwortlich für diesen Spitzenplatz ist der Einbruch des Büroklimas um 6,4 Prozent auf nun 130,4 Punkte. Das Büroklima fällt damit noch hinter das in diesem Monat sehr stabile Logistikklima (133,3 Punkte, +0,2 Prozent) auf Rang drei zurück. Nach dem Schock der Oktoberbefragung mit sehr deutlicher Stimmungseintrübung zeigt die Novemberbefragung für das Hotelklima zwar keine Stimmungsaufhellung, der Rückgang fällt mit 0,5 Prozent auf nun 105,3 Punkte aber deutlich moderater aus als im Vormonat.

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