Hier die Ergebnisse des diesjährigen „Trendbarometers Immobilienanlagen der Assekuranz“ von EY Real Estate.

Die Immobilienquote deutscher Versicherer erreicht mit 12,1 Prozent einen Höchststand. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese um 0,6 Prozent gewachsen, auch wenn die Unternehmen etwas zögerlicher reagieren, geschuldet dem aktuellen Umfeld. Nur die Hälfte möchte momentan ihre Immobilienquote weiter erhöhen – letztes Jahr war das noch zwei Drittel der Teilnehmer und fünf Prozent wollen ihre Immobilienquote sogar senken. Der nun seit 13 Jahren währende Trend steigender Immobilienquoten von Versicherungsunternehmen scheint sich also abzuschwächen.

Diese und die folgenden Ergebnisse stammen aus dem diesjährigen „Trendbarometers Immobilienanlagen der Assekuranz“ von EY. Im Mai 2022 wurde dafür eine Umfrage unter 30 führenden Unternehmen der hiesigen Assekuranz durchgeführt. An der Befragung beteiligten sich verschiedene Akteure der Versicherungsbranche, etwa Pensionskassen sowie Lebens- und Rückversicherungen.

„Versicherungen agieren am Immobilienmarkt derzeit überwiegend abwartend. Zwar stellen sie ihre Investitionsstrategie nicht gänzlich infrage – im aktuell volatilen Umfeld zwischen Inflation, Zinsanstieg und Krieg in der Ukraine ist Geduld allerdings das Gebot der Stunde“, sagt Jan Ohligs, Partner bei EY Real Estate und Autor der Studie.

95 Prozent der Umfrageteilnehmer berücksichtigen Klimarisiken und transitorische Risiken in ihren Investmentstrategien. 90 Prozent sind ist der Meinung, dass sich Nachhaltigkeit neben den ökologischen Effekten niedrigerer Emissionen auch positiv auf den Wiederverkaufswert auswirkt. Auch geben 95 Prozent der Teilnehmer an, dass fehlende valide Daten die Umsetzung von ESG-Strategien erschweren.

„Core“ (70 Prozent) und „Core+“ (85 Prozent) bleiben als die risikoärmsten Kategorien die favorisierten Investitionsziele der Assekuranz, jedoch nimmt der Fokus darauf im Vergleich zum Vorjahr ab (2021: 91 bzw. 86 Prozent). Die risikoreichste Kategorie „Opportunistic“ hingegen erfährt einen signifikant höheren Zuspruch (nun 40 versus 18 Prozent 2021). Gleichzeitig bleibt die Renditeerwartung der Versicherer mit minimalen Abschlägen stabil (4,5 Prozent bei direkten, 5,5 Prozent bei indirekten Anlagen 2022 versus 4,7 und 5,6 Prozent 2021).

Das „Trendbarometer Immobilienanlagen der Assekuranz“ wurde 2022 zum 15. Mal erstellt. Im Mai 2022 wurde dafür eine Umfrage unter 30 führenden Unternehmen der hiesigen Assekuranz durchgeführt. An der Befragung beteiligten sich verschiedene Akteure der Versicherungsbranche, etwa Pensionskassen sowie Lebens- und Rückversicherungen.

Für 95 Prozent der Befragungsteilnehmer stehen Wohnimmobilien im Mittelpunkt, wie im Vorjahr auch. Logistikunternehmen stehen bei 75 Prozent und Infrastrukturinvestments bei 63 Prozent.

Die Beliebtheit der Büroimmobilie hat sich von 62 auf 75 Prozent erhöht dieses Jahr, Gesundheitsimmobilien sind etwas gesunken von 46 auf 42 Prozent. Einzelhandelsimmobilien und Hotelsegment verlieren an Prozentpunkten: ersteres fällt von 37 auf 20 Prozent, während das Hotelsegment von 14 auf fünf Prozent sinkt.

 

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