22.08.2019 | Von Marcel Thiel

Hedgefonds setzen Akzente

Bis Ende Juli 2019 waren insbesondere Manager erfolgreich, die systematische Handelsstrategien verfolgt haben.

Bildquelle: metamorworks/iStock/GettyImagesPlus

Die Performance von Hedgefonds hat sich im bisherigen Jahresverlauf so gut entwickelt wie seit zehn Jahren nicht mehr. Bis Ende Juli 2019 waren insbesondere Manager erfolgreich, die systematische Handelsstrategien verfolgt haben. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Bad Homburger Investment-Gruppe FERI hervor. Diese erzielten im Schnitt einen Wertzuwachs von 7,7 Prozent seit Jahresanfang. Vor wenigen Monaten sah es so aus, als ob diese Anlageklasse noch hinter den Erwartungen der Investoren liege.

„Hedgefonds sind keine homogene Asset-Klasse, denn jeder Manager verfolgt immer eine eigene individuelle Strategie. Es kommt daher auch nicht auf die Wertentwicklung des Gesamtmarktes an, sondern immer auf die Performance der jeweiligen Einzelstrategie bezihungsweise des einzelnen Managers“, sagt Marcus Storr, Head of Alternative Investments bei FERI.

Daher haben Value- und Tactical Trading-Strategien im volatilen Schlussquartal 2018 besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt. Relative Value-Strategien verloren nur leicht zum Jahresende 2018, während Tactical Trading-Strategien sich gegen den Markt behaupteten und Gewinne verbuchten. Relative Value Manager versuchen, kurzfristig Gewinne aus den Kursschwankungen und Zinsdifferenzen an den globalen Kapitalmärkten zu erzielen. Tactical Trading Manager nutzen die höhere Volatilität an den Aktienmärkten und die Divergenzen zwischen Wirtschaftswachstum und Geldpolitik, um Gewinne zu erzielen.

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