15.01.2018 | Von BERNHARD RAOS

Hedgefonds mit Ass im Ärmel

Der weltweit grösste Hedgefonds hat einen erfolgreichen Poker-Star verpflichtet.

Diese Personalie hängte Bridgewater Associates nicht an die grosse Glocke: Seit kurzem steht Vanessa Selbst auf der Lohnliste des weltgrössten, 160 Milliarden Dollar schweren Hedgefonds. Selbst gilt als beste Poker Spielerin aller Zeiten, gewann dreimal die World Series of Poker und erspielte sich 12 Millionen Dollar an Preisgeldern.

Selbst hat ihren Wechsel von den Pokertischen ins Research-Team von Bridgewater Associates auf Facebook  angekündigt, während der Hedgefonds sich nicht dazu äusserte. Die Finanzplattform „Bloomberg“ hat darüber berichtet. Die 33-Jährige soll ihre Cleverness und die starken Nerven einbringen, um erfolgsträchtige Strategien zu entwickeln. Oder wie Selbst es formuliert: „Ein Haufen Nerds arbeitet zusammen, um den Gegner zu schlagen. Und das ist nicht einfach.“  Ihr neuer Arbeitgeber beschäftigt 1.500 Leute.

Für den  neuen Job bringt Selbst nicht nur ein Pokerface mit. Sie hat an der Yale Universität ihr Jurastudium abgeschlossen und studierte zuvor einige Semester am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Auf Leute mit solchem Hintergrund setzen die Hedgefonds.

Dabei ist der Leistungsausweis der Branche über die letzten Jahre eher durchzogen. Nur wenigen ist es gelungen, den Anspruch einzulösen, in jeder Marktsituation eine positive Rendite zu erzielen. Für Bridgewater Associates schaut die Langzeit-Bilanz indes positiv aus. Der Hedgefonds hat über die letzten 30 Jahre eine Durchschnittsrendite von jährlich 10 Prozent erzielt.

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