J.P. Morgan Asset Management hat zum Thema Frauen und Geldanlage die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage vorgelegt.

Traditionelle Lösungen für Vermögensaufbau und Altersvorsorge greifen nicht mehr, solange Sparprodukte auf absehbare Zeit keine nennenswerten Zinsen mehr erzielen und Staatsanleihen in vielen Märkten mit negativen Renditen notieren. Umso wichtiger ist es, dass Frauen stärker in finanzielle Vorsorge und Kapitalanlage eingebunden werden. Zum Thema Frauen und Geldanlage hat deshalb jetzt J.P. Morgan Asset Management Ergebnisse einer europaweiten Umfrage vorgelegt.

Die Umfrage wurde in acht europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Schweden und England) durchgeführt. Befragt wurden dazu insgesamt rund 3.000 Frauen zwischen 30 und 65 Jahren, die jeweils bereits Spar- oder Anlageprodukte nutzen oder über ein bestimmtes Mindesteinkommen verfügen, sowie eine Vergleichsgruppe von 600 Männern. Im Ergebnis stellt die Studie fest, dass es Frauen insbesondere an Selbstbewusstsein im Umgang mit Geld mangelt – ganz anders als Männern, die diesbezüglich wesentlich selbstbewusster sind. Hinzu kommen als weitere Faktoren mangelnde ausbaufähige Anlagekenntnisse und zu wenig Zeit in der Alltagshektik. Dies hindert Frauen daran, ihre Anlageziele besser zu erreichen und ihr Vermögen stärker zu vermehren.

Frauen weniger selbstbewusst im Umgang mit Geld als Männer

Laut der Umfrage gibt zwar gut ein Drittel der Frauen an, über ein hohes Selbstvertrauen im Umgang mit Geld zu verfügen. Bei den Männern ist es aber mit 46 Prozent fast die Hälfte der Befragten. Frauen glauben zudem, dass sie über geringere Anlage- und Finanzkenntnisse verfügen – nur eine von fünf Frauen bezeichnet sich bei dem Thema als sachkundig. Bei den Männern ist es etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent). Fast 60 Prozent der Frauen vertraten zudem die Meinung, dass es schwierig ist, über die Tagesarbeit hinaus genügend Zeit für finanzielle Dinge aufzubringen. Entsprechend weniger Zeit nehmen sich Frauen daher für die Geldanlage – anders als Männer, von denen 40 Prozent mehr Zeit für den Vermögensaufbau einplanen.

Wie wichtig ein höheres Maß an Finanzkenntnis dabei ist, zeigt ein weiteres Ergebnis: Danach bewerten Frauen, die bereits investieren, ihr Selbstvertrauen höher als Frauen, die nicht investieren. Die Hälfte dieser investierenden Frauen zeigt sich zudem überzeugt, die richtige Vorsorge für die Zukunft getroffen zu haben, verglichen mit nur einem Drittel der Frauen, die nicht investieren.

Ungenutztes Anlagepotential von 200 Mrd. Euro

Der volkswirtschaftliche Schaden dieser mangelnden Einbindung von Frauen in die Kapitalanlage ist beträchtlich. Nach der Schätzung von J.P. Morgan AM verhindern diese Faktoren – fehlendes finanzielles Selbstbewusstsein, mangelnde ausbaufähige Anlagekenntnisse und zu wenig Zeit in der Alltagshektik –, dass Ersparnisse von rund 200 Milliarden Euro an den Finanzmärkten angelegt werden. 45 Milliarden Euro davon könnten nach der Schätzung auf Deutschland und Österreich entfallen.

Der Asset Manager zieht daraus auch unmittelbare Schlussfolgerungen für die Branche und sich selbst: „Unsere Befragung zeigt, dass die Finanzbranche Frauen viel stärker einbinden könnte, damit sie ihr Vermögen vermehren und ihre Anlageziele besser erreichen. Wir können mehr tun, um Frauen Informationen anzubieten, die einfach zugänglich und ansprechend sind. Dann können Frauen aktiver werden, wenn es darum geht, ihr Erspartes zu vermehren und die Kontrolle über ihre finanzielle Zukunft zu übernehmen“, so Pia Bradtmöller als Marketing- & PR-Leiterin des Unternehmens.

Das Credo lautet deshalb: Frauen ein stärkeres finanzielles Selbstbewusstsein und ein besseres Verständnis für die Geldanlage zu vermitteln und – mit Blick auf das eigene Geschäft – „ihnen alle Informationen, Kenntnisse und Lösungen zur Verfügung zu stellen, um stärkere Portfolios aufzubauen“.

Welchen Beitrag Frauen dazu leisten können, weiß man ohnehin aus erster Hand. Denn bei J.P. Morgan Asset Management beträgt der Anteil von Frauen im Fondsmanagement 21 Prozent – nach eigenen Angaben fast doppelt so viel wie im Branchendurchschnitt – und rund 45 Prozent des globalen Vermögens von 1,9 Bio. US-Dollar werden von Fondsmanagerinnen verwaltet.

Fazit: „Wenn Frauen erfolgreich sind, profitieren wir alle davon“, so Christoph Bergweiler, der Deutschlandchef des Unternehmens.

 

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