Spezialfonds erweisen sich im Neugeschäft laut BVI-Statistik als große Stütze. Versicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen trugen im bisherigen Jahresverlauf mit 34,2 Milliarden Euro Zuflüssen bei.

Die deutsche Fondsbranche verzeichnete im dritten Quartal Abflüsse aus Fonds und Mandaten von netto 10,1 Milliarden Euro. Nachdem Spezial- und Publikumsfonds im Januar mit Rekordzuflüssen von insgesamt 30 Milliarden Euro gestartet waren, reduzierte sich der Absatz im weiteren Jahresverlauf angesichts der Marktturbulenzen durch den Ukrainekrieg und die gestiegene Inflationsrate. Das geht aus der aktuellen BVI-Absatzstatistik hervor.

Im laufenden Jahr verbuchte die Fondsbranche per Ende September Zuflüsse von 41,2 Mrd. Euro. Neue Anlagen in offene Spezialfonds summieren sich auf 54,2 Milliarden Euro. Davon stammen 34,2 Milliarden Euro von Versicherern und Altersvorsorgeeinrichtungen. Aus offenen Publikumsfonds zogen Anleger netto 8,4 Milliarden Euro ab. In Deutschland erhielten Immobilienfonds als einzige Publikumsfonds-Gruppe im dritten Quartal neue Gelder (0,6 Milliarden Euro). Aus Rentenfonds zogen Anleger 6,9 Milliarden Euro ab, aus Geldmarktfonds 2,2 Milliarden Euro. Institutionelle Investoren setzen diese Fonds oft zur vorübergehenden Anlage von Liquidität ein.

Grafik: BVI

Insgesamt verwalteten die Fondsgesellschaften zum 30. September 2022 laut BVI ein Vermögen von 3.752 Milliarden Euro. Davon entfallen 1.924 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds, 1.260 Milliarden Euro auf offene Publikumsfonds, 518 Milliarden Euro auf Mandate und 50 Milliarden Euro auf geschlossene Fonds.

 

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