02.12.2019 | Von Antje Schiffler

Fast ein Drittel der Vermögenden plant einen Wechsel des Vermögensverwalters

1,5 Billionen Euro betreutes Vermögen suchen in den nächsten drei Jahren einen neuen Betreuer, heißt es im aktuellen „Elite Report”.

Fast ein Drittel der vermögenden Privatkunden in Deutschland sucht nach einem neuen, für ihre Bedürfnisse besser geeigneten Vermögensverwalter. Den Angaben zufolge steht in den nächsten drei Jahren für ein betreutes Vermögen von rund 1,5 Billionen Euro der Wechsel zu einem neuen Vermögensverwalter an.

Zu wenig Nachwuchs bei Beratern

Das gibt Raum zur Profilierung und verbessert die Zukunftsaussichten für die Häuser, die sich konsequent auf die anspruchsvolle Klientel spezialisiert haben, heißt es in dem Bericht. Allerdings nimmt die Anzahl ihrer erfahrenen Kundenbetreuer wegen anstehender Pensionierungen ab. Zu wenige fachlich und menschlich geeignete Persönlichkeiten werden an diese Aufgaben herangeführt. Besonders die vermögenden Senioren lehnen es dem Bericht zufolge häufig ab, sich einem neuen „Verkäufer“ anzuvertrauen. Deshalb wird der Wettbewerb um sympathische Profis und die Vermögenden noch einmal erheblich härter werden.

Zudem fühlen sich viele Vermögende durch Gebühren zu stark belastet. Versteckte Kosten, doppeltes Kassieren sowie hier und da „unehrliche“ Provisionen sind entgegen vieler Ankündigungen nach wie vor verbreitet.

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