Vor dem geplanten Börsengang gibt die Deutsche Bank der gesamten Vermögensverwaltung einen etablierten Namen und ändert die Rechtsform.

DWS ist in der Fondsbranche eine Marke. Die Abkürzung steht für Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen und ist der Name der Fondsgesellschaft der Deutschen Bank. Nun gibt die Grossbank ihrer gesamten globalen Vermögensverwaltung noch vor dem für 2018 geplanten Börsengang diesen etablierten Namen.

Bisher firmierte nur das Geschäft mit Privatkunden der „Deutschen Asset Management“ unter DWS. Es ist der grösste Brocken, stammen doch gut 40 Prozent des  verwalteten Vermögens von rund 700 Milliarden Euro vom Heimmarkt. Schwerpunkt des Geschäfts sind denn auch Deutschland und Europa; rund ein Drittel der verwalteten Gelder kommen aus Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum.

DWS soll die gesamte Bandbreite des Geschäfts abdecken, also auch die institutionellen Kunden sowie die Geschäftsbereiche aktives und passives Fondsmanagement wie auch alternative Anlagen. Die Markenumstellung aller Einheiten und Produktlinien wird 2018 abgeschlossen werden. Dabei wird die ETF-Marke Xtrackers und die Immobilien-Marke RREEF auf Produktebene beibehalten, eng verknüpft mit der neuen globalen Marke.

Deutsche Bank hat das Sagen

Vor dem Börsengang wird zudem die Rechtsform der Sparte in eine GmbH & Co. KGaA geändert. Dies soll nach Meinung der Branchenkenner vor allem den Handlungsspielraum des Managements sichern und die Deutsche Bank sowie die neue Firma vor einer Übernahme schützen. Die Deutsche Bank dürfte rund ein Viertel ihrer Anteile an die Börse bringen.

Aufsichtsratschef soll Karl von Rohr werden. Er ist im Konzernvorstand der Deutschen Bank unter anderem für den Bereich Recht zuständig. Dem zwölfköpfigen Aufsichtsrat werden auch vier Arbeitnehmervertreter angehören.

Im 1. Quartal 2018 wird auch das neue Führungsteam seine Arbeit aufnehmen.Die designierten Geschäftsführer sind Nicolas Moreau (Chief Executive Officer und Vorsitzender der Geschäftsführung), Claire Peel (Chief Financial Officer), Jon Eilbeck (Chief Operating Officer), Nikolaus von Tippelskirch (Chief Control Officer), Stefan Kreuzkamp (Chief Investment Officer und Co-Head, Investment Group), Pierre Cherki (Co-Head, Investment Group), Bob Kendall (Co-Head, Global Coverage Group), Thorsten Michalik (Co-Head, Global Coverage Group). Die Hälfte der Geschäftsführung, einschliesslich des Vorsitzenden der Geschäftsführung, wird ihren Sitz in Frankfurt haben.

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