23.10.2018 | Von BERNHARD RAOS

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Weltweit steigen die verwalteten Vermögen. Asset Manager und institutionelle Investoren erwarten allerdings große Veränderungen. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage von Société Générale Securities Services.

Es sind die bekannten Herausforderungen, die Vermögensverwalter schon seit einiger Zeit umtreiben: Neue Technologien, Regulierung, Gebührenwettbewerb und Niedrigzinsumfeld werden in einer Umfrage bei 100 Senior Executives von 66 Unternehmen aus acht europäischen Ländern in dieser Reihenfolge genannt. Durchgeführt wurde die Befragung Ende 2017 und anfangs 2018 durch Société Générale Securities Services (SGSS).

„Wir sehen in den Ergebnissen der Studie die Bestätigung einer weiteren Marktkonsolidierung, vor allem bei kleineren und mittleren Akteuren, die eine Anpassung an das sich rasant verändernde Geschäftsumfeld nicht so schnell leisten können,“  sagt Ralf Brenner, Geschäftsführer bei SGSS in München. So nannten die Befragte eine Billion Euros an Assets under Management als Zielgröße. 42 Prozent erwarten denn auch eine Marktkonsolidierung, wobei mittelgroße Player besonders unter Druck stehen.  Für 64 Prozent der Befragten ist Outsourcing heute bereits ein Schlüßelement.

Margendruck und Diversifizierung

Beim globalen Marktumfeld gehen 84 Prozent der Befragten davon aus, dass neue Technologien ein entscheidender Treiber für die Zukunft sein werden. Gleichzeitig sehen 82 Prozent in der Regulatorik die stärkste Beeinträchtigung für ihr Business. 55 Prozent der Asset Manager nennen den Gebührenwettbewerb als Herausforderung, befeuert durch die zunehmende Konkurrenz passiver Produkte, aggressive Gebührensenkungen durch die großen Player und den Margendruck institutioneller Investoren. Für 39 Prozent ist das Niedrigzinsumfeld herausfordernd, während der Brexit aktuell kaum eine Rolle spielt.

Mehr Diversifizierung bei den Investments ist für 42 Prozent der Befragten ein Schlüssel. Genannt werden illiquide Anlagen, Kreditinvestments, Privat Equity und Immobilien. Ziel ist ein Anteil alternativer Anlagen von 20 bis 30 Prozent. Zudem werden ESG-Kriterien immer mehr zum Mainstream: 45 Prozent der Studienteilnehmer haben ihre Beteiligungen an ESG-Kriterien ausgerichtet.

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