07.02.2019 | Von Bernhard Raos

Frauen haben kein besseres Händchen

Im Asset Management hat es wenige Frauen. Dass sie besser performen ist ein Mythos.

Bringen Frauen oder Angehörige von Minderheiten als Vermögensverwalter mehr Rendite für ihre Kunden? Nein, sagt Harvard-Professor Josh Lerner mit seiner breit angelegten Studie, wie „Financial Times“ berichtet. Demnach haben weder Geschlecht noch Herkunft einen signifikanten Einfluss auf die Anlage-Performance eines Fondsmanagers.

Was sich aber eindeutig sagen lässt: Frauen und Minderheiten sind im Asset Management krass untervertreten. Lediglich bei 51 von insgesamt 1125 untersuchten Hedgefonds waren Frauen oder Angehörigen einer Minderheit in der Mehrheit. Das ist eine tiefe Quote von 4,5 Prozent.

Schaut man sich die Branche insgesamt an, sind „weisse Männer“ im Asset Management klar in der Mehrheit. Laut Kathryn McDonald, Head of Sustainable Investing bei Axa Investment Manager, gibt es für Frauen in ihrem Business keine Vorteile – im Gegenteil. Es falle weiblichen Asset-Managerinnen oft schwerer, Investoren für Venture Capital oder Privat Equity-Fonds zu finden. So etwas wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung – Mann traut Frauen weniger zu.

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