22.01.2019 | Von BERNHARD RAOS

Auch Austrias Fonds leiden

Das Fondsvolumen ist letztes Jahr in Österreich um über 10 Milliarden Euro eingebrochen.

Die Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) für das Jahr 2018 ist ein Spiegelbild des schwierigen Marktumfeldes: Im Vergleich zum Jahresende 2017 ist das Fondsvolumen um 6,2 Prozent auf 164,6 Milliarden Euro gesunken. Das sind 10,88 Milliarden Euro weniger. Davon sind 8,43 Milliarden Euro auf Kursverluste zurückzuführen. Die Nettomittelabflüsse hielten sich mit 810 Millionen Euro in Grenzen.

Rot waren die Vorzeichen sowohl bei Aktien wie auch bei Anleihen; im Bereich der vermögensverwaltenden Fonds lag die Performance zwischen -3,39 und -7,52 Prozent. Besser schnitten Immobilienfonds ab, wo die durchschnittliche Performance +2,31 Prozent betrug. Diese Fondskategorie steigerte ihr Anlagevolumen denn auch um 11,6 Prozent auf rund 8,3 Milliarden Euro.

VÖIG-Präsident Heinz Bednar relativiert die Zahlen: Nach sieben Jahren mit Volumenwachstum sei 2018 wieder mal ein Jahr mit einem Rückgang gewesen. Was vor allem den vielen Unsicherheiten an den Märkten geschuldet sei. Für 2019 zeigt er sich verhalten optimistisch: „Auf lange Sicht bringen Investmentfonds attraktive Erträge“.

Als Beleg dafür verweist Bednar auf die 10-jährigen Performancedaten. In diesem Ranking wuchsen die Aktienfonds Nordamerika um jährlich 10,7 Prozent, die Aktienfonds Asien um 8,4 Prozent und die Kategorie internationale Aktienfonds um 6,7 Prozent sowie die Aktienfonds Österreich um 6,6 Prozent pro Jahr. Bei den gemischten Fonds waren es jährlich zwischen 2,38 und 3,87 Prozent.

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