Das darwinistische Prinzip gilt auch in der Fondsbranche: Die 20 grössten Unternehmen haben letztes Jahr ihren Marktanteil auf Kosten der mittelgrossen Mitbewerber erhöht.

Die 500 grössten Fondsanbieter verwalteten im letzten Jahr ein Rekordvermögen von 94 Billionen US- Dollar. Das ist ein Plus von 16 Prozent gegenüber 2016 und der stärkste Zuwachs seit fast einem Jahrzehnt. Es ist vor allem der Ein-Billionen-Club, der vom Boom am meisten profitiert. Die 20 Platzhirsche haben ihren Marktanteil auf 43,3 Prozent oder total 41 Billionen US-Dollar erhöht, wie ein aktueller Bericht der Beratungsgesellschaft Willis Towers Watson zu den 500 grössten Unternehmen zeigt.

Klarer Nummer 1 ist Blackrock mit einem Zuwachs von über 20 Prozent, gefolgt von Vanguard, State Street, Fidelity und Allianz Group. Die Zuwächse bei den Top 20 resultierten fast ausschliesslich auf einem entsprechenden Rückgang bei den mittelgrossen Fondsfirmen auf den Rängen 51 bis 250. Ihr Marktanteil ist in den letzten Jahren auf 28,2 Prozent gesunken.

Der Bericht von Willis Towers Watson bestätigt die Einschätzung der Beratungsgesellschaft Bain&Co, wonach vor allem der Mittelbau der Fondsbranche vor dem „Tal des Todes“ stehe. Überleben werden demnach die Grossen dank Skaleneffekten und kleine, flinke Anbieter mit spezialisierten Investmentdienstleistungen. Schaut man sich die Aktienkurse der Fondsmanager in diesem Jahr an, dann warten die Anleger die Konsolidierung noch ab – die meisten Unternehmen haben stark an Wert eingebüsst.

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