Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat ein Konsultationspapier zur Besicherung von OTC-Geschäften vorgelegt, die nicht über einen zentralen Kontrahenten (Central Counterparty, CCP) abgewickelt werden. Das berichtet der BVI.

Vorgeschlagen hat das Basel Committee on Banking Supervision (BCBS) Prinzipien für die bilaterale Besicherung. So sollen beispielsweise die Beteiligten Margins auf Bruttobasis austauschen und nur sehr liquide Finanzinstrumente verwenden. Die Konsultation läuft bis Ende September.

Unterdessen trat Mitte August die European Market Infrastructure Regulation (Emir) in Kraft – zu Deutsch: Verordnung über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister. Von ihr sind in erster Linie Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen betroffen. Die Pflicht zum zentralen Clearing über CCPs ist ein Kernelement der EU-Verordnung. Doch es gibt Ausnahmen, und die Details müssen noch konkretisiert werden. „Der organisatorische Aufwand für die Anpassung der Abläufe ist enorm. Zudem ist der Clearing-Markt durch die Regulierung stark in Bewegung”, beschreibt Jens Schuback, Experte für OTC-Derivate bei Steria Mummert, die Folgen.

Hintergrund: Rund 80 Prozent aller Derivate werden nicht auf organisierten Plattformen wie Börsen gehandelt, sondern unmittelbar zwischen den Kontrahenten vereinbart. Da von diesen Geschäften eine Gefahr für die Finanzmarktstabilität ausgehen könnte, sind OTC-Derivate ein wichtiges Feld der internationalen Regulierung.

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