Gleich und Gleich gesellt sich gern, sagt der Volksmund. In Bad Soden heißt das seit 14 Jahren: alpha sucht Alpha.

Mein Glaube an ein nachhaltig positives Alpha ist heute nach
14 Jahren aktiver Beratungstätigkeit stärker denn je.“ Das ist es, was Angelsachsen unter einem „powerful statement“ verstehen. Immerhin impliziert es, dass es dieses Alpha, also eine risikoadjustierte, den Fähigkeiten des Portfolio Managers geschuldete Überrendite über der des Marktes, nicht nur gibt, sondern dass es dieses Alpha tatsächlich auch in die Portfolios der Anleger schaffen kann. Gerade das glauben durchaus einige Anleger nicht mehr und setzen auf passive Produkte. Aber auch Akademiker stoßen in dieses Horn, wie zum Beispiel Thorsten Poddig von der Universität Bremen („Ich behaupte, dass es kein Alpha gibt, es gibt nur eine Entlohnung von Risiken“, zitiert aus dpn, Ausgabe Oktober/November 2011).

Jochen Kleeberg, der Urheber des „powerful statements“, argumentiert anders. Zwar entwickle sich ein mittelmäßiger aktiver Manager im Durchschnitt nach Kosten in der Tat schlechter als sein Vergleichsindex – „aber wir suchen bei alpha eben gerade nicht mittelmäßige Manager, sondern die besten“. Solche „Perlen unter den Managern“ machen den Anlegern stetig Freude. Kunden, die das auch so sehen, lieben diesen Optimismus von Kleeberg – und sie bezahlen nicht schon für Versprechen oder diesen Optimismus, wie das im Asset Management sonst gang und gäbe ist. Seine Kunden bezahlen nur für das, was diese Perlen auch wirklich schaffen: ein Netto-Alpha. „100 Prozent Anreizkompatibilität, auch nach der Mandatierung“, heißt das dann im Jargon des Beraters. Und vielen Kunden war dieses Geschäftsmodell in den vergangenen zwei Jahren so sympathisch, dass sie neue Mandate mit einem Volumen von 3,17 Milliarden Euro mit alpha portfolio advisors vergeben haben – dem Investment Consultant, den Kleeberg mit seinen beiden Partnern Christian Schlenger und Hubert Dichtl in Bad Soden führt.

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„Mein Glaube an ein nachhaltig positives Alpha ist heute nach 14 jahren aktiver Beratungstätigkeit stärker denn je.“

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Doch wie lässt sich der Berater aus Bad Soden bei den vermeintlich aufwendigeren Anlageklassen vergüten, die im Radar der Investoren immer prominenter auftauchen, zum Beispiel Private Equity und vor allem Infrastruktur? Die Antwort lautet: Gar nicht, denn er berät solche Anlagen nicht, auch künftig nicht. Warum? Kleeberg hat ganz genaue Vorstellungen, wie sein Business aussehen soll: Stets eine überschaubare Größe (derzeit zehn Investment Professionals), den Fokus auf lokale Kunden („Wir sind ein local player“) und auf liquide Asset-Klassen. „Wir treten nur da an, wo wir unseren Kunden einen nachhaltigen Mehrwert bieten können, weil wir selber davon leben.“

Obwohl er Private Equity, Infrastruktur und Co. links liegen lässt und viele Anleger in der Eurokrise die Füße still halten, haben Kleeberg und sein Team eine ganze Menge zu tun: „Wir sind voll ausgelastet“, sagt er und empfiehlt Anlegern im selben Atemzug, sich mehr und mehr Credit-Segmenten zu nähern: Unternehmensanleihen, dem Dauerklassiker Emerging Markets Debt und High Yield. Eigentlich jedoch ist Kleeberg ein Fan von Aktien. Gerade jetzt umso mehr. Schließlich seien Aktien heute unpopulär und damit an der Börse günstig zu haben.

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