Der niederländischen Pensionsfonds PFZW hat auf Ende 2014 alle Anteile an Hedgefonds verkauft. Das alternative Anlagevehikel steht auch andernorts im Gegenwind.

Rund 2,7 Prozent des Fondsvermögens von 156 Milliarden Euro waren beim niederländischen Pensionsfonds PFZW in Hedgefonds investiert. Damit ist seit Ende 2014 Schluss. Alle entsprechenden Investments wurden verkauft. Begründung für den Rauswurf: Zu hohe Kosten, zu komplex und zu wenig Rendite. Der zuständige Asset Manager Jan Willem von Oostveen nahm sich dabei gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters kein Blatt vor den Mund: „Bei Hedgefonds sind nur die hohen Kosten sicher“.

PFZW ist der Pensionsfonds von 2 Millionen Beschäftigten im niederländischen Gesundheitswesen. Die Fondsverantwortlichen bekundeten zunehmend Mühe, ihren Versicherten die komplexen Anlagestrategien von Hedgefonds zu erklären. Dazu kam das angeschlagene Image der Hedgefonds-Manager, deren hohe Löhne schon seit längerem in der Kritik stehen.

Der Ausstieg von PFZW hat die Kurse der ausgemusterten Hedgefonds belastet. Bereits im letzten September hatte der 300 Milliarden Dollar schwere Pensionsfonds der kalifornischen Staatsangestellten seine Hedgefonds-Anlagen über 4 Milliarden Dollar aufgelöst.

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