28.05.2019 | Von Bernhard Raos

Auch die Anlegergunst ist volatil

Im April haben die ETF-Anleger weltweit hauptsächlich in Aktien investiert. In Europa gingen die Uhren etwas anders.

ETF(Bildquelle: macgyverhh/iStock/Getty-Images Plus)

Die monatliche Datenauswertung des französischen Vermögensverwalters Amundi zum globalen ETF-Markt zeigt, wie sich der Risikoappetit der Anleger entwickelt. Demnach flossen im April gut 28 Milliarden Euro in Aktien-ETFs. Rund die Hälfte der Netto-Mittelzuflüsse entfiel auf US-Aktien (+14,3 Milliarden), gefolgt von Sektor& Smart-Beta-Fonds (+6,3 Milliarden), japanischen Aktien (+5,6 Milliarden) und Schwellenländeraktien (+1,6 Milliarden). Europäische Aktien verzeichneten ein Plus von 710 Millionen Euro, nach Abflüssen von 730 Millionen Euro im März.

Auch Anleihen-ETFs legten zu (+12,3 Milliarden), allerdings weniger stark als im März (+17,5 Milliarden). ETFs auf Unternehmensanleihen verzeichneten Zuflüsse von 5,2 Milliarden Euro, bei ETFs auf Staatsanleihen waren es 3,1 Milliarden Euro.

Switch in Europa

In Europa litten Aktien ETFs weiter unter Abflüssen. Aber nicht nur: Eurozonen-Aktien (-2 Milliarden) und US-Aktien wurden verkauft, während globale Aktien (+1,2 Milliarden) und Schwellenländer-Aktien (+ 930 Millionen) zulegen konnten. Grösser war auch die Nachfrage bei Smart-Beta-ETFs mit plus 1,4 Milliarden Euro. Ferner legten Aktien ETFs mit dem Etikett „nachhaltig“ ebenfalls zu (+270 Millionen); hauptsächlich mit Fokus auf globale Aktien, gefolgt von Europa und den Emerging Markets.

In der Asset-Klasse Anleihen setzten europäische Anleger weiterhin stark auf die Schwellenländer (+ 1 Milliarden). Bei Unternehmens-Anleihen wurde im April zugunsten von Hochzinsanleihen der Eurozone (+965 Millionen) umgeschichtet, gefolgt von Investment-Grade-Anleihen der Eurozone mit einem Plus von 765 Millionen Euro.

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