28.11.2019 | Von Antje Schiffler

Asset Managment: Benchmark bewertet Klimaziele im Portfolio

Laut dem britischen Think Tank InfluenceMap tun die 15 größten Asset Manager nicht genug für das Erreichen der Klimaziele unter dem Pariser Abkommen. Sie sollten mehr Druck auf Unternehmen ausüben, die in kritischen Branchen tätig sind, so die Forderung. Die 15 Asset Manager verwalten insgesamt ein Vermögen von 37 Billionen US-Dollar und damit ein Fünftel des Gesamtwertes der weltweiten Kapitalmärkte.

Bildquelle: Konoplytska/iStock/GettyImagesPlus

Die Studie „Asset Managers and Climate Change“ ist das erste Ergebnis des FinanceMap-Projekts, das einen  Benchmark für die Entwicklung des globalen Asset Managements in Sachen Klimawandel liefern soll. Laut der Studie arbeiten nur drei der größten Vermögensverwalter intensiv und konsequent mit den Unternehmen zusammen, in die sie investieren, um deren Geschäftsmodelle an den Pariser Zielen auszurichten:

  • Allianz
  • Legal & General
  • UBS Asset Management

Enge Zusammenarbeit mit Unternehmen

“Vermögensverwalter sollten eng mit Unternehmen zusammenarbeiten, um deren Übergang zu kohlenstoffarmen Technologien zu beschleunigen”, sagt Thomas O’Neill, Forschungsdirektor bei InfluenceMap. Sie sollten zudem sicherstellen, dass deren politische Lobbyarbeit den Klimazielen nicht widerspricht.

“Den Investoren kommt bei der Bekämpfung des Klimawandels eine Schlüsselrolle zu, und sie müssen alle ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen“, sagt auch Fiona Reynolds, CEO of the Principles for Responsible Investment (PRI).

FinanceMap analysierte 50.000 börsennotierte Fonds, die von 150 Finanzinstituten verwaltet werden, und identifizierte 8,2 Billionen US-Dollar an Beteiligungen in vier kritischen Industriesektoren: Öl und Gas, Kohlebergbau, Automobil und Elektrizität.

Die Produktion der Unternehmen wurden hinsichtlich des Übergangs zu kohlenstoffarmen Technologien mit Hilfe des “Below 2 Degrees Scenario (B2DS)” der Internationalen Energieagentur bewertet.

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