11.01.2018 | Von BERNHARD RAOS

Asset Manager werden etwas vorsichtiger

Schweizer Vermögensverwalter realisieren Gewinne und reduzieren die Aktienquote leicht.

Es ist noch nicht die grosse Trendwende, aber ein Signal: Im Schnitt senken die unabhängigen Vermögensverwalter in der Schweiz im ersten Quartal 2018 ihre Aktienquote von 47 auf 45 Prozent, und halten den Anleihen-Anteil bei 30 Prozent. Für das Gesamtjahr gehen sie tendenziell von tieferen Aktienkursen aus. Dies zeigt der aktuelle Aquila Vermögensverwalter Index, den die Aquila-Gruppe in Zusammenarbeit mit der Finanzplattform finews.ch alle drei Monate publiziert. Befragt wurden 120 Asset-Manager.

Der Optimismus bezüglich steigender Kurse am Swiss Market Index SMI ist für die kommenden drei Monate zurückgegangen. Immerhin die Hälfte der Befragten rechnen mit steigenden Notierungen. Ende September waren es noch 54 Prozent. Für den EuroStoxx50 sehen 49 Prozent Luft nach oben (Vorquartal: 53 Prozent). Obwohl die US-Börsen bereits hoch bewertet sind, gehen 36 Prozent auch hier von höheren Kursen aus – mehr als im Vorquartal (29 Prozent).

Wenig Bewegung wird es gemäss Umfrage an der deutschen und Schweizer Zinsfront geben: Für Deutschland erwarten 69 Prozent eine unveränderte Zinssituation, während 24 Prozent der Befragten (Vorquartal: 39 Prozent) von steigenden Zinsen in den nächsten drei Monaten ausgehen. Auch für die Schweiz prognostizieren nur 16 Prozent der Vermögensverwalter einen Zinsanstieg; 81 Prozent sehen gleichbleibende Zinsen. Für 10-jährige US-Staatsanleihen ist die Tendenz eindeutig – 66 Prozent (Vorquartal: 64 Prozent) erwarten ein Zinsplus.

Auch bei den Währungen sind die Prognosen nur leicht verändert. Ein Drittel geht von einem stärkeren Euro gegenüber dem Franken aus (Vorquartal: 31 Prozent). Den Dollar sehen 41 Prozent der Befragten gegenüber dem Euro erstarken – nach 40 Prozent Ende September.

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