Die BNP Paribas Asset Management sucht zurzeit nach Möglichkeiten, das Risiko an den Aktien- und Kreditmärkten zu erhöhen statt zu mindern.

“Kurzfristig sind wir für eine Korrektur an den Aktienmärkten positioniert, aber über einen längeren Anlagehorizont hinweg glauben wir, dass jetzt nicht die Zeit ist, riskantere Anlagen zu verkaufen”, erläutern Daniel Morris, Senior Investment Stratege und Denis Panel, Chief Investment Officer für Multi-Asset Quantitative Solutions (MAQS), die  Strategie für das Multi-Asset Portfolio bei BNP Paribas Asset Management.

Die Aussicht auf eine Rückkehr zur Normalität durch die jüngsten vorsichtigen Lockerungen in den USA und Europa haben in kleinen Schritten bereits zu einer Erholung der US-Aktien beigetragen, begründen die Experten. Der S&P 500-Index hat mehr als die Hälfte der im März erlittenen Verluste wieder wettgemacht. Ist es für institutionelle Anleger daher angebracht, das Aktienrisiko im Multi-Asset-Portfolio zu erhöhen? Die Experten bei BNP Paribas Asset Management sind der Meinung, dass die Aktienkurse mittelfristig Spielraum für eine weitere Erholung haben. Kurzfristig ist jedoch nach dieser starken Rallye ein Rückschlag möglich, da die Märkte den Schaden für die Wirtschaft sowie das Risiko neuer Ausbrüche erst noch einschätzen müssen.

Aktien aus UK und Schwellenländern attraktiv

“Insgesamt haben wir deshalb Aktien derzeit untergewichtet, insbesondere US-Aktien. Allerdings sind wir übergewichtet bei Aktien des Vereinigten Königreichs und der Schwellenländer. Der Grund dafür ist, dass auf historischer Basis die Bewertung von Titeln aus Großbritannien und den Schwellenländern attraktiver erscheinen als aus den USA”, erläutern Morris und Panel.

Vor allem Chinas Wirtschaft sei auf dem Weg der Erholung weiter fortgeschritten als der Westen. Dies habe positive Auswirkungen auf die Rohstoffe. Sowohl britische als auch Schwellenländer-Aktien werden von dieser Erholung und von Chinas Nachfrage nach Rohstoffen profitieren, heißt es.

Übergewichtet in Rohstoffen

Die Asset Manager sind daher übergewichtet in Rohstoff-Anlagen und bevorzugen den australischen Dollar gegenüber dem US-Dollar. Diese Vermögenswerte schneiden in der Regel in den frühen Phasen einer Erholung besser ab. Die Bewertungen zyklischer Rohstoffe liegen aktuell auf einem Niveau, das seit den 1970er Jahren nicht mehr erreicht wurde, heißt es. Der Ölpreis werde wieder steigen, wenn sich die Nachfrage erholt. Unabhängig davon sei Gold eine attraktive Anlage. “Es sollte als eine Währung gesehen werden, die die Zentralbanken nicht entwerten können und als eine gute Absicherung gegen das Risiko der Inflation”, so die Experten.

 

Aktuelle Beiträge

Alles Wichtige für institutionelle Investoren - Kompetent und unabhängig - Jede Woche neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN »
Alles Wichtige für institutionelle Investoren - Kompetent und unabhängig - Jede Woche neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN »