Bereits 40 Prozent der institutionellen Immobilien-Investoren wollen eine Master-KVG als Plattform für Immobilieninvestments nutzen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Universal Investment hervor. Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Wohn- und Einzelhandelsimmobilien stehen verstärkt auf dem Wunschzettel der Investoren.

Die Master-KVG mit dem Prinzip der Trennung von Asset Management und Administration wird sich auch im Immobiliensektor immer stärker etablieren. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Universal Investment hervor, an der sich institutionelle Investoren mit einem verwalteten Gesamtvermögen von über 50 Milliarden Euro beteiligt haben. Das Immobilienanlagekapital der Befragten liegt dabei bei rund 6,1 Milliarden Euro.

Laut Umfrage sehen die institutionellen Anleger als größte Vorteile einer Master-KVG die höhere Transparenz gegenüber All-in-One-Lösungen und die größere Flexibilität bei der Auswahl der besten Anbieter. Gleichzeitig beabsichtigen 40 Prozent der befragten institutionellen Investoren, in Zukunft eine Master- beziehungsweise Service-KVG als Plattform für ihre Immobilieninvestments zu nutzen.

Bei der Master-KVG können Investorem ihre Gesamtanlagen auf einer Administrationsplattform bündeln. Diese übernimmt unter anderem die Strukturierung, Auflage sowie Fondsbuchhaltung und somit die gesamte Administration. Außerdem bindet sie diejenigen Asset Manager an, die der institutionelle Investor für die unterschiedlichen Segmente und Strategien ausgewählt hat. Laut Universal Investment werden inzwischen über 800 Milliarden Euro oder rund 70 Prozent des Vermögens in Wertpapierspezialfonds über Master-KVGs verwaltet.

„Die Master-KVG wird durch die klaren Vorteile auch im Immobilienbereich mittelfristig zu einer der zentralen Anlageformen werden“, kommentiert Alexander Tannenbaum, der Geschäftsführer für das Immobiliengeschäft von Universal-Investment, die Umfrage.

Befragt nach den erwarteten Effekten einer Trennung von Administration und Asset Management, erwarten 50 Prozent der Umfrageteilnehmer eine höhere Transparenz durch die Aufspaltung der Wertschöpfungskette. Weitere 40 Prozent rechnen mit einer größeren Flexibilität durch die vereinfachte Auswahl der Asset Manager und der Administrationsplattform. „Die gegenseitige Kontrolle von Asset Manager und Administrator bietet eine zusätzliche Kontrollinstanz für den Investor“, erklärt Tannenbaum weiter.

Büros dominieren – Wohnen und Einzelhandel sollen zunehmen

Neben der Art und Weise wie Anleger in Immobilien investieren, war auch die Frage nach der Allokation Teil der Universal-Umfrage. Ergebnis: Auch künftig werden Büroimmobilien die Neuanlagen der befragten institutionellen Anleger dominieren. Aktuell beträgt der Anteil von Büroimmobilien im Bestand der Befragten rund 60 Prozent. Künftig soll er bei Neuinvestitionen nur noch 54 Prozent betragen. Die Anteile an Einzelhandelsimmobilien sollen auf 14 Prozent steigen (Bestand: 10,8 Prozent) und Wohnen auf 21 Prozent (Bestand: 19 Prozent). Der Anteil der Hotelimmobilien bleibt mit sechs Prozent stabil. Dem hingegen sollen Logistikimmobilien leicht von 5 auf 6 Prozent steigen.

Die befragten Investoren legen zudem zwar weiterhin mit 60 Prozent einen Schwerpunkt auf die laufende Ertragsausschüttung und damit auf die Cashflow-Rendite. Doch der Anteil mit einem Fokus auf die Gesamtrendite (IRR) nach dem gewinnbringenden Verkauf von Immobilien beträgt immerhin 40 Prozent, Tendenz steigend. Die Umfrageteilnehmer erwarten mit Blick auf den Cashflow eine vergleichsweise moderate Mindestverzinsung von 4,3 Prozent.

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