Laut der halbjährlichen Analyse der Absolute-Return- und Liquid-Alternatives-Fonds in Deutschland lagen die maximalen Verluste im Crash bei knapp 11 Prozent, teilt Lupus alpha mit.

Im ersten Halbjahr 2020 performten Absolute-Return- und Liquid-Alternatives-Strategien besser als globale Aktien. So lag der Maximalverlust von in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Vehikeln im UCITS-Mantel im Schnitt bei -10,7 Prozent. Zum Vergleich: Der MSCI Welt verlor maximal 21,0 Prozent. „Im ersten Halbjahr haben alternative Strategien gezeigt, dass sie in der Lage sind, Verluste im Anlageportfolio abzufedern“, so Ralf Lochmüller, CEO und Managing Partner bei Lupus alpha.

Dabei verhielten sich institutionelle Investoren anders als private Anleger. Bis auf kleinere Rückgaben hielten sie unverändert an der Asset-Klasse der Liquid Alternatives fest. Privatanleger traten indes vielfach den Rückzug an. So gab es innerhalb der institutionellen Investoren geringe Mittelabflüsse von 2,7 Milliarden Euro. Das ist ein Minus von 2,2 Prozent. Private Anleger zogen hingegen 23,7 Milliarden Euro oder 15,9 Prozent ab. Somit stieg der Anteil institutioneller Investoren am gesamten verwalteten Vermögen seit Juni 2019 um fünf Prozentpunkte auf einen neuen Höchststand von 49,5 Prozent.

„Institutionelle Anleger schauen, stärker als private Investoren, bei Liquid Alternatives auf die diversifizierenden Effekte in ihrem Gesamtportfolio und halten deswegen auch bei erheblichen Marktverwerfungen an dieser Anlageklasse fest. Das zeigt, dass alternative Strategien ihren festen Platz in der strategischen Asset Allokation institutioneller Investoren gefunden haben”, sagt Lochmüller weiter.

Assets under Management schrumpfen

Insgesamt ist das verwaltete Vermögen infolge der Corona-Krise und aufgrund von Mittelabflüssen aber deutlich geschrumpft. Es sank in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 um mehr als 13 Prozent auf 238,1 Milliarden  Euro.

Vor allem kleinere Fonds haben erheblich Mittel verloren. Auf die volumensmäßig kleinsten 80 Prozent der untersuchten Fonds entfällt nur gut ein Fünftel des Marktvolumens. Doch sie mussten 61,4 Prozent der Mittelabflüsse verkraften. Die Top 5 Prozent der Fonds hingegen sind mit einem Minus von 12,6 Prozent vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Mit Blick auf die Strategien konnten nur Alternative Global Macro, AR Bond Other, AR USD und AR Other Zuflüsse verbuchen. Abflüsse habe es vor allem bei AR EUR High gegeben.

Unterschiedliche Wertentwicklung

Die Wertentwicklung der Absolute-Return- und Liquid-Alternatives-Strategien war bei den meisten Strategien im Durchschnitt negativ. Die größten Verlierer sind Alternative Other mit -9,9 Prozent, Alternative Global Macro mit -7,3 Prozent und Alternative Multi Strategies mit -6,6 Prozent. Am besten entwickelten sich Absolute Return Bond Strategien mit Fokus auf den US-Dollar. Sie verloren durchschnittlich nur 0,8 Prozent.

Insgesamt erzielten nur etwa 24 Prozent der Fonds seit Jahresbeginn eine positive Wertentwicklung. Aber alles in allem lag in der ersten Jahreshälfte 2020 die mittlere Rendite der Absolute-Return- und Alternatives-Fonds bei -4,2 Prozent und damit über der Rendite von globalen Aktien, gemessen am MSCI Welt. Dieser gab im Berichtszeitraum 5,8 ab.

Lupus alpha führt die Absolute-Return-Studie zweimal im Jahr auf Basis von Daten des Fondsanalysehauses Refinitiv durch. Die Untersuchung im März 2020 hatte ergeben, dass 2019 das stärkste Jahr seit 2008 war.

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