Deutsche Unternehmen sind für 2022 optimistisch: sie planen größere Gehaltserhöhungen und mehr Neueinstellungen als in diesem Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Willis Towers Watson unter 569 deutschen Unternehmen.

Für 2022 planen deutsche Arbeitgeber, ihren Mitarbeiter größere Gehaltserhöhungen zu gewähren. Zu diesem Ergebnis kommt der „Salary Budget Planning Report” von Willis Towers Watson. Für diesen wurden die Gehaltsplanungsdaten von knapp 600 Unternehmen in Deutschland erfasst.

Unternehmen befände sich in einer Zwickmühle, so Floran Frank, Leiter Talent & Rewards von Willis Towers Watson. „Einerseits müssen sie weiterhin ihre Fixkosten begrenzen. Andererseits sehen sie, dass sie die eher mageren Jahre 2020 und 2021 ausgleichen müssen: Nicht nur durch größere Gehaltserhöhungsbudgets, sondern auch durch unterjährige Gehaltserhöhungen, Prämien für besondere Leistungen, Fähigkeiten oder lange Unternehmenszugehörigkeit.“

Gehaltserhöhung deutlich größer als 2021

Die Gehaltssteigerungen werden 2022 fast wieder das Vor-Pandemie-Niveau erreichen. Bis zur Pandemie lagen die Gehaltserhöhungen in den letzten zehn Jahren etwa bei 3 Prozent.

Den Studienautoren zufolge bekommen Führungskräfte im Jahr 2022 eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 2,7 Prozent – 2021 waren es 2 Prozent. Fachangestellte und Supportkräfte erhalten 2,8 Prozent und Beschäftigte in der Produktion kriegen durchschnittlich 2,7 Prozent mehr Gehalt. Nur rund ein Prozent der Unternehmen planen keine Gehaltserhöhungen. Im Vorjahr traf dies auf 8,4 Prozent der befragten Unternehmen zu.

Aufbruchsstimmung für 2022

Bestimmte Branchen können sich auf besonders große Gehaltserhöhungen freuen. In der Bau-, Immobilien- und Ingenieurbranche gibt es mit 3,9 Prozent die größten Zuwächse. Dicht dahinter kommen Medien- und Fintech-Unternehmen mit 3,5 Prozent beziehungsweise 3,3 Prozent Gehaltserhöhung. Banken sowie Unternehmen im Versorgungssektor planen mit 2 beziehungsweise 2,1 Prozent deutlich geringere Gehaltserhöhungen. Die Umfrage zeigt zudem, dass Leistungsträger größere Gehaltserhöhungen bekommen als durchschnittliche Mitarbeiter.

Der Optimismus der Unternehmen wirkt sich auch auf Neueinstellungen aus. Ein Drittel der Unternehmen plant mehr Mitarbeiter einzustellen. Nur 8 Prozent der Unternehmen wollen Personal abbauen. Besonders Positionen im Vertrieb, Ingenieursstellen und technische Berufe sollen besetzt werden. Am wenigsten Mitarbeiter werden im Personalwesen sowie in den Bereichen Finanzen und Marketing gesucht.

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