23.09.2016 | Von Manfred Mönch

Update Pensionskassen (Teil I)

Die Anwärterzahl der Pensionskassen wächst nur noch langsam und das Beitragsvolumen ist in 2015 deutlich gesunken, das Kapitalanlagevolumen steigt aber weiter um 9 Milliarden Euro.

Nach Halbierung seit 1975 stieg die Zahl der Pensionskassen mit der Neugründung von Wettbewerbs-Pensionskassen (WPK) durch Versicherungsgesellschaften Anfang der 2000er wieder an. Seitdem vollzieht sich eine leichte Konsolidierung. Derzeit sind bei der BaFin 140 Pensionskassen registriert. In 2015 gab es einen Neuzugang durch Umwidmung der Prudentia Lebensversicherung AG in eine Pensionskasse sowie zwei Abgänge durch Verschmelzung kleiner Pensionskassen auf die PK der Hamburger Hochbahn und die Hamburger PK von 1905.

Die Zahl der Anwärter ist in 2015 um deutlich weniger als ein Prozent gewachsen und liegt bei gut 7,3 Millionen. Im Vorjahr betrug die Wachstumsrate noch 2 und im Schnitt der letzten zehn Jahre 3 Prozent. Mehr als jede dritte Kasse schrumpft. Die Zahl der Rentenempfänger wuchs wie im Vorjahr weiter um knapp 2 Prozent. Das Beitragsvolumen sank gegenüber dem Vorjahr deutlich.

Das Kapitalvolumen der Pensionskassen ist in 2015 um mehr als 5 Prozent auf knapp 146 Milliarden Euro gestiegen. Hinzukommen jeweils gut eine Milliarde der neuen Pensionskasse sowie fondsgebundenes Volumen der WPK. Zu Marktwerten beträgt das Gesamtanlagevolumen fast 170 Milliarden Euro. 60 Prozent des gesamten Volumens werden von den zwölf größten Kassen abgedeckt. Über 30 Pensionskassen verwalten ein Vermögen im Milliardenbereich. Allerdings gibt es auch 40 Kassen, die weniger als 100 Millionen Euro verwalten. Für sie ist ein effizienter Betrieb und eine systematische und breit diversifizierte Kapitalanlage angesichts steigender regulatorischer Anforderungen und dem Niedrigzinsumfeld zunehmend herausfordernd.

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