14.05.2019 | Von Dominik Ploner

Erfolgreiches erstes Quartal lässt Schweizer Pensionskassen 2018 vergessen

Mit einer Rendite von durchschnittlich 5,86 Prozent war das erste Quartal 2019 für die Schweizer Pensionskassen eines der besten seit der Finanzkrise. Für private wie öffentlich-rechtliche Vorsorgeeinrichtungen ging es nach oben, wie der Swisscanto Pensionskassen-Monitor zeigt.

Pension(Bildquelle:AndreyPopov/iStock/Getty Images Plus)
Pension(Bildquelle:AndreyPopov/iStock/Getty Images Plus)

Nach einem mauen Jahr 2018 können die Schweizer Pensionskassen auf ein erfolgreiches erstes Quartal 2019 blicken. Wie Swisscanto in seinem aktuellen „Pensionskassen-Monitor“ zeigt, sind die privaten als auch öffentlich-rechtlichen Pensionskassen der Eidgenossen so gut kapitalisiert wie seit der Finanzkrise 2008/09 nicht mehr.

Schweizer Vorsorgeeinrichtungen setzen auf Aktien

Auch an der Renditefront schneiden die Schweizer Kassen laut Swisscanto mit einer durchschnittlichen Rendite von 5,86 Prozent zum Stichtag 31. März gut ab. Dabei stechen besonders die Anlageklassen Aktien Schweiz mit einer Rendite von 14,46 Prozent, die Aktien Welt (außer Schweiz) mit 13,62 Prozent sowie auf Platz drei Rohstoffe mit 7,5 Prozent hervor. Was die Schweizer dabei besonders erfreut: „Sämtliche Anlagenklassen trugen positiv zur Rendite bei“, wie es im Pensionskassen-Monitor heißt.

Stabile Rendite auch im Zeitverlauf

Auch über die vergangenen fünf Quartale bis zum 1. Januar 2018 konnten die Schweizer Pensionskassen eine Rendite von 2,13 Prozent verbuchen. Für die Berechnungen legte Swisscanto die Vermögensallokation der Vorsorger zum Stichtag 31. Dezember 2017 fest. Eine zentrale Annahme dabei ist, dass seit dem „keine wesentlichen Änderungen in der Allokation vorgenommen worden sind.“

Reserven gestärkt, hoher Deckungsgrad erreicht

Die Rendite ist allerdings nicht die einzige erfreuliche Nachricht für die Schweizer Pensionskasse: Dazu kommt noch, dass die Schweizer privaten und öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen aufgrund außerordentlicher Anlagegewinne ihre Reserven im ersten Quartal 2019 merklich erhöhen konnten: Im Branchenschnitt stiegen sie von 7,7 Prozent auf 13,1 Prozent.

Den Deckungsgrad der privatrechtlichen Pensionskassen schätzt Swisscanto auf 113,1 Prozent im Vergleich zu 107,7 Prozent zum Jahresende 2018. Den der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen mit Vollkapitalisierung taxieren die Spezialisten für Q1 2019 bei 106,9 Prozent im Vergleich zu 101,5 Prozent für 2018.

Damit erreichen 97,1 Prozent der privaten Pensionskassen und 90,7 Prozent der Öffentlich-rechtlichen mit Vollkapitalisierung eine Deckung von mindestens 100 Prozent.

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