07.08.2019 | Von Bernhard Raos

Noch viel Luft nach oben

Österreichs Firmenchefs verlangen Steuervorteile für den Ausbau der betrieblichen Altersversorgung.

Bildquelle: anyaberkut/iStock/GettyImagesPlus

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) tut sich in Österreich vor allem bei kleineren Firmen noch sehr schwer. Laut einer im Auftrag der Valida Holding durchgeführten Umfrage bei 550 Firmenchefs ist eine Altersvorsorge mit staatlicher, betrieblicher sowie privater Säule bei klein und mittelständischen Unternehmen mit ein bis neun Mitarbeitern erst bei 39 Prozent der Befragten bekannt. Bei grösseren Unternehmen sind es immerhin die Hälfte.

Das Resultat ist widersprüchlich, denn 70 Prozent der Unternehmensvertreter sehen die Notwendigkeit einer zusätzlichen finanziellen Absicherung für das Alter. Die staatliche Pension falle nämlich zu gering aus und sei nicht gesichert. Fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten geben zudem an, grosses Interesse an höheren Beiträgen für die Altersvorsorge ihrer Mitarbeitenden zu haben. Dazu brauche es aber eine entsprechende staatliche Förderung – sprich steuerliche Entlastung der Unternehmen.

Gemäss Studie führt erst ein Drittel der österreichischen Firmen eine betriebliche Altersvorsorge. 65 Prozent der bAV-Betriebe setzen dabei auf eine Pensionskassenlösung. Wer über eine bAV verfügt, ist zu 74 Prozent damit zufrieden. Die betriebliche Altersvorsorge hat in der Alpenrepublik also noch viel Luft nach oben.

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