Universal Investment erhält mit CPP Investments einen weiteren Anteilseigner, der gut zu der aus institutionellen Investoren und Pensionsfonds bestehenden Kundenbasis passen dürfte.

Die Fonds-Service-Plattform Universal Investment hat zusätzlich zu ihrem Hauptanteilseigner Montagu einen weiteren Anteilseigner an Land gezogen: Das Canada Pension Plan Investment Board (CPP Investments) wird mit einem signifikanten Volumen bei den Frankfurtern einsteigen.

Die Entwicklung von Universal Investment zu einer der am schnellsten wachsenden europäischen Fonds-Service-Plattform sei ein entscheidender Faktor für die Beteiligung der Kanadier gewesen, so Michael Reinhardt, CEO von Universal Investment. Immerhin hat die größte deutsche Master- und Service-KVG nach eigenen Angaben 760 Milliarden Euro Assets under Administration und betreut mehr als 470 Kunden.

Zu diesem Kundenstamm, der zum großen Teil aus institutionellen Investoren und Pensionsfonds besteht, dürfte der neue Partner bestens passen. Und auch der strategische Ansatz von CPP Investments harmoniert mit dem Geschäft von Universal Investment: Die Kanadier bespielen die gesamte Kapitalmarkt-Klaviatur von klassischen Investments in Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Währungen oder Derivate über Private-Equity- und Real-Asset- bis hin zu Active-Equity-Investments.

Wachstum des Pensionsfonds verlangsamt sich, bleibt aber hoch

Das verwaltete Vermögen von CPP Investments betrug Ende März 2022 etwa 539 Milliarden US-Dollar. Bis 2030 will CEO John Graham die Assets under Management auf 879 Milliarden US-Dollar ausbauen, 2040 sollen es 1,68 Billionen US-Dollar werden. Entweder ist diese Kalkulation bewusst konservativ gehalten oder sie trägt dem sich veränderten Marktumfeld Rechnung, das spürbar herausfordernder geworden ist. Denn bis 2030 läge das jährliche Wachstum bei 6,3 Prozent und bis 2040 bei 6,5 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren erwirtschaftete der Fonds jedoch jährliche Renditen von durchschnittlich 10,3 Prozent. Bereits in den vergangenen fünf Jahren, die stark von der Corona-Pandemie geprägt waren, nahm die Wachstumsdynamik mit jährlichen Renditen von durchschnittlich 8,7 Prozent ab.

In einem von steigenden Zinsen und hoher Inflation geprägten volatilen Marktumfeld müssen aber auch Renditen zwischen sechs und sieben Prozent erst einmal erwirtschaftet werden. Von daher dürfte der Wachstumsplan zu den ambitionierten Zielen von Michael Reinhardt passen, der das Geschäftsmodell von Universal Investment auf eine globale Ebene heben will. Für die institutionellen Kunden der Hessen ist der Einstieg des kanadischen Pensionsfonds daher sicherlich keine schlechte Nachricht.

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