Institutionelle Investoren sind in Bezug auf die Renditeerwartungen fast wieder so optimistisch wie vor Corona und wollen sich mehr auf Nachhaltigkeit konzentrieren. Das sind die Ergebnisse einer Schroders-Studie.

Institutionelle Investoren blicken positiver auf die nächsten zwölf Monate. Das zeigt eine Studie der Vermögungsverwaltung Schroders. Für ihre ,Institutional Investor Study‘ befragten die Studienautoren 750 institutionelle Anleger weltweit, darunter Vertreter von Privatbanken, Stiftungen, offiziellen Institutionen und Versicherungen.

Renditeerwartungen sind positiv

Die Investoren sehen Corona immer noch als große Herausforderung: Demnach ist die Pandemie zwar immer noch der größte Einflussfaktor auf die Portfolio Performance, allerdings nicht mehr so stark wie vor einem Jahr, wie Keith Wade, Chief Economist von Schroders die Ergebnisse zusammenfasst. Fast genauso häufig wie Corona wurden die globale Konjunkturabschwächung und Negativ- bzw. Niedrigzinsen als größtes Risiko für Investoren genannt. Darauf folgen das Zurückfahren der Geldpolitik mit 51 Prozent, Regulation mit 27 Prozent und Risiken durch die Klimakrise mit 21 Prozent.

Insgesamt zeigten sich die Befragten jedoch optimistisch. 47 Prozent erwarten eine durchschnittliche jährliche Gesamtrendite von über 6 Prozent in den nächsten fünf Jahren – zum Vergleich: Im Jahr davor rechneten nur 35 Prozent der Investoren mit dieser Rendite. 13 Prozent der Investoren erwarten sogar eine Rendite über 9 Prozent. Im Vorjahr waren es 5 Prozent.

Darüber hinaus sind die Investoren zuversichtlich, ihre Renditeerwartungen zu erreichen. 46 Prozent der Befragten gehen davon aus, ihre Ziele umsetzen zu können. Das sind 13 Prozent mehr als im Jahr 2020. Dieser Trend zeigt sich global, allerdings sind besonders europäische Investoren diesbezüglich zuversichtlich.

Nachhaltiges Investieren – keine Gefahr mehr?

Die Studie weist zudem einen interessanten Zusammenhang auf. Durch die Corona-Pandemie wurde das Thema nachhaltiges Investieren in den Vordergrund gerückt. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass Nachhaltigkeit durch COVID-19 zu einem wichtigem Schwerpunkt wurde. Es zeigen sich allerdings regionale Unterscheide. In Nordamerika gaben 41 Prozent der Investoren an, dass das Thema Nachhaltigkeit durch die Pandemie wichtiger wurde. In Europa waren es sogar 62 Prozent.

Insgesamt sehen die befragten Investoren nachhaltiges Investieren immer weniger als Bedrohung für die Portfolioperformance an. Im Jahr 2020 befürchteten noch 45 Prozent negative Effekte durch nachhaltiges Investieren, in diesem Jahr waren es nur noch 38 Prozent. Zugleich wird nachhaltiges Investieren immer noch als Herausforderungen angesehen. Das größte Problem ist laut der Studie die Gefahr des Greenwashings.

Aktuelle Beiträge

Alles Wichtige für institutionelle Investoren - Kompetent und unabhängig - Jede Woche neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN »
Alles Wichtige für institutionelle Investoren - Kompetent und unabhängig - Jede Woche neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN »