Auch mit Parkplatz-Investments lässt sich Geld verdienen. Aber nicht überall.

Auf der Suche nach Ertragsquellen sind institutionelle Investoren bei Parkplätzen fündig geworden. Laut einer Studie die Columbia Universität wird mit Auto-Stellflächen in den USA eine Rendite von bis zu acht Prozent pro Jahr erzielt.

Lassen sich die US-Erfahrungen auch auf Europa übertragen? Das Immobilienportal Immowelt hat sich die Situation für deutsche Städte näher angesehen. Demnach wird das meiste Parkplatz-Gold in Frankfurt geschürft, wo die monatlichen Entgelte für Tiefgaragenplätze nahe im Zentrum bis zu 200 Euro im Monat betragen. Spitzenmieten werfen auch Parkflächen in Stuttgart und Hamburg mit maximal 150 Euro beziehungsweise 140 Euro ab. Allerdings gilt das nur für die Zentren. An den Stadträndern liegen die Mieten mit 10 bis 20 Euro im Monat massiv tiefer.

Europaweit ist die Fondsgesellschaft Bouwfonds eine Pionierin für Parkplatz-Investments, vorwiegend für professionelle Anleger. 2005 legte Bouwfonds den ersten europäischen Parkhausfonds auf. Mittlerweile wurden weitere vier Fonds aufgelegt, wovon insgesamt drei Fonds  institutionellen Investoren vorbehalten sind. Ausschliesslich in deutsche Parkhäuser investiert ein Spezialfonds der Fondsgesellschaft Quantum.

Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) äussern sich Experten differenziert zu den Risiken von Parkplatz-Investments. Philippe Op de Beeck vom Parkraumbetreiber Apcoa bezeichnet die Standorte dann als besonders geeignet, wenn sie auf kurzem Fussweg vom Stadtzentrum entfernt oder am Rande von verkehrsberuhigten Innenstädten liegen. Allerdings bleibt ein Fragezeichen, was die Mobilität in Zukunft betrifft. Bekanntlich wollen immer mehr Städte, den Individualverkehr eindämmen. Und wenn die Leute auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, braucht es weniger Parkplätze.

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