12.10.2018 | Von BERNHARD RAOS

Super-Jahr für Family Offices

Im letzten Jahr konnten reiche Familien eine Rendite von 15.5 Prozent erwirtschaften. Aktien und Private Equity waren die Performance-Treiber.

Wer hat, dem wird gegeben. Für 2017 trifft dies auf die Family Offices zu, wie der «Global Family Office Report 2018» der Schweizer Grossbank UBS und Campden Wealth Research zeigt. Erfasst wurden 311 Family Offices weltweit mit einem verwalteten Vermögen von durchschnittlich 808 Millionen US Dollar. Für 2017 lag die Rendite im Schnitt bei 15,5 Prozent, mehr als doppelt so hoch wie im Jahr zuvor (7 Prozent).

Wie präsentiert sich die Asset Allokation der reichen Familien? Sie sind zu 28 Prozent in Aktien investiert und zu 22 Prozent in Private Equity. Letzteres hat sich mit einer Rendite von durchschnittlich 18 Prozent besonders ausgezahlt. Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) investieren mittlerweile in alternative Anlagen. Dabei wird weniger in Hedgefonds und mehr in Private Equity und Immobilien investiert. Real Estate-Direktanlagen machen mittlerweile 17 Prozent des Portfolios aus.

Mehr Private Equity und mehr Nachhaltigkeit

In den nächsten 12 Monaten wird sich an der Asset Allokation nichts Grundsätzliches ändern: Die Hälfte der Family Offices will ihre Direkt-Investments ausbauen, vor allem in Private Equity. Mehr als ein Drittel plant, verstärkt in Aktien von Industriestaaten, Private Equity Fonds und Immobilien zu investieren.

Nachhaltigkeit wird ebenfalls wichtiger. So investieren bereits 38 Prozent der Family Offices nach ESG-Kriterien. Der Anteil von reichen Familien, die dabei auf Impact Investing setzen, nahm innert eines Jahres von einem Viertel auf ein Drittel zu. Bevorzugte Anlagefelder sind Bildung, Wohnen, Gemeinschaftseinrichtungen, Landwirtschaft und Nahrungsmittel. 45 Prozent der Befragten wollen in den nächsten 12 Monaten ihre nachhaltigen Investments erhöhen.

Artikel teilen