10.10.2019 | Von Erika Neufeld

Donner & Reuschel kauft Berenbergs Vermögensverwalter-Geschäft

Die beiden Hamburger Bankhäuser haben den Kaufvertrag diese Woche unterzeichnet. Der Übergang des Geschäftsfeldes soll Anfang 2020 erfolgen.

Bildquelle: allanswart/iStock/GettyImagesPlus

Das Bankhaus Donner & Reuschel kauft das Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern von Berenberg. Berenberg betreut derzeit etwa 160 unabhängige Vermögensverwalter mit einem Volumen von rund acht Milliarden Euro. Der Kaufvertrag wurde am Dienstag, den 8. Oktober 2019, unterzeichnet. Der Übergang des Geschäftsfeldes steht unter dem Vorbehalt (unter anderem) der Aufsichtsbehörden und soll Anfang 2020 erfolgen. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Die Privatbank Berenberg fungiert in diesem Geschäftsfeld als Depotbank für die Kunden der unabhängigen Vermögensverwalter: sie führt Konten und Depots, wickelt den Börsenhandel ab und unterstützt die Vermögensverwalter im Tagesgeschäft. Darüber hinaus ist Berenberg als Verwahrstelle für die Fonds der unabhängigen Vermögensverwalter bei fünf Kapitalverwaltungsgesellschaften tätig. Sie begleitet die Anbieter beim Auflegen von Fonds, unterstützt bei Marketing und Vertrieb und wickelt den Börsenhandel ab.

Berenberg wird sich durch den Verkauf des Vermögensverwalter Office auch komplett vom Standort Luxemburg zurückziehen. Keine Auswirkungen hat der Verkauf auf das eigene Wealth Management von Berenberg.

Das Bankhaus Donner & Reuschel stärkt mit dem Zukauf das strategische Geschäftsfeld in der Betreuung von Vermögensverwaltern. Die übernommenen Einheiten ergänzen das bestehende Volumen von 16 Milliarden Euro im Verwahrstellengeschäft.

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